Wir leben derzeit in einer Ausnahmesituation. Alles dreht sich nur noch um das Coronavirus. Die Bundesregierung hat Maßnahmen beschlossen, die helfen sollen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Mehr als zwei Menschen dürfen sich nicht zusammen im Freien aufhalten. Zu allen anderen soll ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das alles ist beängstigend.

Wo man hinsieht: menschenleere Fußgängerzonen, fast autolose Straßen. (...) Die uns verordnete, weitgehende Bewegungslosigkeit ist ein Beitrag zur Vermeidung des von uns Menschen verursachten Klimawandels!

Es stellt sich die Frage: Können wir so weiterleben wie bisher? Ich meine, Nein! Ein grundlegender Neuanfang in der Art und Weise, wie wir gegenwärtig leben, ist nötig. Die uns umgebende Natur hat ein Warnsignal gesetzt.

Denn daran besteht kein Zweifel mehr: Wir sind im Klimawandel angekommen! Es könnte sein, dass die Kinder, die heute geboren werden, in ihrem Alter auf einer Erde leben müssen, die viel ungastlicher sein wird.

Was können wir dagegen tun? Sind die menschlichen Gesellschaften in der Lage, auf die Herausforderungen des globalen Klimawandels rechtzeitig und umfassend zu reagieren? Was kann jeder einzelne Mensch tun, um sich selbst als Klimaschützer fühlen zu können? Dazu die folgenden zehn Denkanstöße zum Klimaschutz:

1. Informieren, Erkennen und Handeln

Wer sich über die Hintergründe des globalen Klimawandels informiert, wird erkennen und begreifen. Er wird dann auch bereit sein, persönlich zu handeln!

2. Energie einsparen, wo es geht

Energieeffiziente Elektrogeräte benutzen, wärmegedämmte Gebäude und Häuser, moderne Heizungsanlagen, optimal heizen und lüften, erneuerbare Energien nutzen.

3. Verantwortungsbewusst mit dem Auto fahren

Kraftstoffsparende Autos fahren, unnötige Fahrten vermeiden und wenn möglich, bei Fernreisen die Eisenbahn benutzen. Kurze Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß bewältigen. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

4. Nicht in der Ferne Urlaub machen

Nicht Massentourismus in der Ferne, sondern naturnaher Urlaub in der engeren Heimat.

5. Auf das Kaufverhalten kommt es an

Nicht weitgereiste Nahrungsmittel und Waren kaufen, sondern regionale und einheimische Produkte!

6. Vegetarisch statt tierisch

Wer viel Fleisch verzehrt, lebt nicht nur ungesund, er schädigt auch das Klima. Nahrungsmittel aus biologischem Anbau kaufen und essen!

7. Nicht Bäume fällen, sondern Bäume pflanzen

Bäume und Wälder sind die Lungen unserer Erde und wir brauchen sie, wenn wir die globale Erwärmung stoppen wollen.

8. Menschen müssen sich engagieren

Wer Klimaschützer sein will, sollte in Verbände und Vereine eintreten, die sich für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.

10. Wer Klimaschützer sein will, muss für den Frieden eintreten

Kriege sind nicht nur menschenverachtend, sie schädigen auch das Klima. Die Forderung „Schwerter zu Pflugscharen“ ist heute dringlicher denn je!

Dieter Lehmann, Falkenberg/Elster