Vieles spricht für Neubau
Grundsätzlich halte ich es für richtig, dass die zuständigen Institutionen die Prüfung aller Alternativen unter Kosten-/Nutzen-Gesichtspunkten ins Auge fassen. Wenn belastbares, transparentes Zahlenmaterial vorliegt, wird eine sachlich fundierte Entscheidung unter Berücksichtigung aller wichtigen – und nicht nur der finanziellen – Aspekte  möglich sein.
Vieles spricht meiner Meinung nach für einen Neubau direkt neben der Turnhalle an der Triebeler Straße. Einerseits hat eine räumliche Konzentration den Vorteil der Zeiteinsparung (Reduzierung von Wegezeiten), und andererseits dürfte bei einem Neubau mittel- bis langfristig kein größerer Reparatur- und Instandhaltungsaufwand zu erwarten sein. Eine Sanierung von Altgebäuden birgt demgegenüber immer das Risiko, während der Sanierung auf unliebsame Überraschungen zu stoßen, die unter Umständen immense Kosten verursachen, welche im Vorfeld nicht kalkulierbar sind. Wenn alle Zahlen vorliegen, wird die Stadtverordnetenversammlung sicher kein Problem damit haben, einen neuen Grundsatzbeschluss zu fassen.
Nachdenklich stimmt mich allerdings die Grundsatzfrage von  Wolfgang Gäbler (Gemeinsam für Forst), ob sich Forst bei der prognostizierten Einwohnerentwicklung einen teuren Schulneubau leisten sollte oder ob es Alternativen gibt. Ich bin der Meinung, dass gerade im Hinblick auf die Einwohnerentwicklung die richtigen Weichen gestellt werden müssen. Wenn ich einer tendenziell abnehmenden Einwohnerzahl entgegenwirken will, muss ich eine entsprechende Infrastruktur schaffen, damit junge Familien mit Kindern unsere schöne Stadt Forst als willkommene Alternative bei der Wahl ihres Lebensmittelpunktes betrachten. Hierzu gehört insbesondere auch das Vorhalten ausreichend moderner Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. An alle Planungen sollte man deshalb mit einer positiven, zukunftsorientierten Grundeinstellung gehen. Alternativen gibt es immer, aber man sollte stets versuchen, die beste im Sinne der Allgemeinheit zu finden.
Ich hoffe sehr, dass die politisch Verantwortlichen in unserer Stadt mit dem Thema „Keuner Grundschule“ deutlich sensibler umgehen, als sie dies bei dem Thema „Jugendzentrum“ bisher getan haben.
Berthold Oberfeld, Forst