Es ist sehr lobenswert, dass Frau Budke die Aktionen des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ wenigstens zu entschärfen versucht.

Dies ist allerdings angesichts der Aktionen des Adventwochenendes nicht gelungen. Schon deshalb nicht, da die „Aktivisten“ zivilen Ungehorsam proben in einer Zeit, in der die Menschen sich einer friedvollen Weihnacht entgegensehnen.

Darüber hinaus noch zu einem Thema – dem Klimawandel aufgrund des anthropogenen CO2-Ausstoßes im engeren Sinne auf Deutschland und die Kohleverstromung bezogen –, das einer Wirtschaftsnation schlecht bekommt.

Kein einigermaßen naturwissenschaftlich gebildeter Mensch wird den Klimawandel leugnen, denn den gibt es schon, solange es die Erde gibt. Konkret gibt es eine Klimaerwärmung seit ca. 10600 Jahren, seit dem Ende der letzten Eiszeit.

Es ist zwar beruhigend, wenn Deutschland als Vorreiter einer restriktiven Verwendung fossiler Brennstoffe beispielgebend ist, aber wird es die Menschen in Indien, China, Mittel- und Südamerika sowie Afrika daran hindern, mittels fossiler Brennstoffe Strom zu erzeugen und damit ihren Wohlstand zu steigern?

Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht nur das CO2 ein Problem für die Zukunft der jungen „Fridays for Future“-Generation ist, sondern vor allen Dingen die abnehmende Bereitschaft, sich mit naturwissenschaftlichen Problemen gründlich auseinanderzusetzen und dies auch zu praktizieren. Es gibt viel zu tun, aber nicht mit der Sitzblockade auf Schienen und Tagebaugeräten.

Gerd Rückert, Senftenberg