LR-Reporterin Annett Igel-Allzeit hat in einer Reportage beschrieben, wie sich die Braunkohle-Gegner bei der Gruppe Ende Gelände geben, wie sie ticken und sich auf Protest in der Lausitz vorbereiten. Dazu dieser Leserbrief: Mit großer Verwunderung habe ich heute die Spremberger Rundschau in den Händen gehalten und gelesen.

Da wird „Aktivistinnen“ des Aktionsbündnisses "Ende Gelände" der Hof gemacht und eine dreiviertel Lokalseite gewidmet. Das ist für mich völlig unverständlich. Das sind Frauen, die die Gegend mit ihren Gegebenheiten auskundschaften und den Weg für diese marodierende Horde bereiten. Ich habe noch deutlich die Bilder im Kopf, die sich Pfingsten 2016 auf meine Festplatte gebrannt haben.

Da wurden Anlagen zerstört , arbeitende Menschen in Gefahr gebracht und von den Hinterlassenschaften im sog. Camp bei Bluno will ich gar nicht berichten.
Aber Camp gibt's ja diesmal nicht, ist zu kalt... Und die erste Reihe ist weiblich geworden. Oh, wie bin ich beruhigt! So, da werde ich mich mal ans Texte lernen machen. Möchte ja schließlich textsicher zu den Melodien von „Queen“ und „Beatles“ sein.

Sorry, das ist nicht mehr meine Rundschau! Dann viel Spaß allen am ersten Adventswochenende, wenn es singend und tanzend und weiblicher gegen die Kohle geht, die mich 40 Jahre ernährt hat!

Leonore Stieber, Spremberg