...Seit sechs Jahren geht es um das Thema „Schwimmhalle“. Es wurden unzählige Umfragen gestartet, Expertenmeinungen eingeholt und schon im Vorfeld viel Geld investiert. Und jetzt soll alles wieder auf Anfang? Was ist das denn (...)?

Es wurde der Beschluss gefasst, dass eine neue Schwimmhalle im Kochsagrund gebaut werden soll. Und ein paar Stadtverordnete, die ja eigentlich gewählt wurden, um die Entwickling unserer Stadt voranzubringen, haben nichts anderes zu tun, als darauf zu lauern, dass endlich die Frist abläuft, um eine neue Beschlussvorlage einzureichen?
Fühle mich nicht ernst genommen
Ich fühle mich als Sprembergerin vera...! Ein Beschluss ist ein Beschluss, egal, ob einstimmig angenommen oder nur mit knapper Mehrheit. Es gibt keine perfekte Lösung, es müssen immer Kompromisse eingegangen werden. Ich kann natürlich die Bedenken der Bewohner des Florian-Geyer-Weges nachvollziehen, auch die der Bewohner, die am anderen Ende der Stadt wohnen. Aber hier geht es nicht um Befindlichkeiten Einzelner, hier geht es ums Ganze!
Der Schwimmverein repräsentiert unsere Stadt durch seine tollen Schwimmleistungen bei Wettkämpfen über die Stadtgrenze hinaus. Und auch die Wasserwacht hat ihren Anteil daran, dass viele Kinder schwimmen lernen. Gleichzeitig werden Rettungsschwimmer, die deutschlandweit so dringend benötigt werden, professionell aus- und weitergebildet.
Hier wird Stimmung gemacht
Wir Spremberger können stolz darauf sein, eine Schwimmhalle in unserer Stadt zu haben. Natürlich ist der aktuelle Standort der Schwimmhalle perfekt, weil er wirklich zentral liegt. Aber es gibt keine Lösung, die allen Sprembergern gerecht wird. Stattdessen wird massiv Stimmung unter der Bevölkerung verbreitet, weil der neue Standort ein paar Meter weiter entfernt liegt. Kinder in der dritten Welt legen täglich teilweise mehr als zehn Kilometer Fußmarsch zurück, um zur Schule zu gelangen. Viele Spremberger fahren täglich Hunderte Kilometer zur Arbeit oder müssen auf Montage fahren, um Geld zu verdienen.
Und wir diskutieren hier um eine Entfernung, die weniger als einen Kilometer beträgt? Es ist einfach nur lächerlich, primitiv und niveaulos!
Angelika Dubian, Spremberg