Nicht jedem kam das Gruseln, als sich die Nachricht von der Wahl Tino Chrupallas als Vorsitzender der AfD, verbreitete. So ging es vermutlich 40 Prozent der Gablenzer, oder genauer gesagt, 39,8 Prozent.

Ein Malermeister aus der Lausitz hat sich entschlossen, Verantwortung zu übernehmen, Politik zu machen, sich einzusetzen für die Bürger der Region, Sachsens und Deutschlands.

Das ist nicht einfach heutzutage. Da wird jemand demokratisch in den Bundestag gewählt, hatte vorher mit Politik nicht viel am Hut, steigt in wenigen Jahren zum Parteivorsitzenden auf und wird doch als Halbfaschist bezeichnet, da es ja die AfD ist, in der er Erfolg hat. Vielleicht sollte man an dieser Stelle an das Wahlprogramm und die Wahlslogans der CDU aus den 90er-Jahren erinnern. Sie werden auf interessante Dinge stoßen.

Es wird die Mär verbreitet, Besucher werden Gablenz zukünftig meiden. Als Grund wird die Wahl Chrupallas als AfD-Vorsitzender angeführt. Auf Besucher, die aus diesem Grund unserer Gemeinde fernbleiben, kann ich gut und gern verzichten.

Viel wird von Toleranz geschrieben und an vielen Stellen eingefordert. Rosa Luxemburg sagte einmal, „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Und in Gablenz scheinen mindestens 39,8 Prozent der Bürger anders zu denken. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um ganz normale Bürger und keinesfalls um Wähler von Halbfaschisten.

Martina Marko, Gablenz