Dem Leserbeitrag von Herrn Weigel möchte ich insofern zustimmen, als dass es darin heißt:  „(…) Vor- und Nachteile der Wind-kraft sachlich und korrekt aufzeigen (...)“.

Stand 2018 waren in Deutschland 29 213 Windkraftanlagen installiert, darin sind die 1305 Anlagen in den Offshore-Windparks noch nicht enthalten.

Als Befürworter dieser Form der Energieerzeugung beschäftige ich mich allerdings auch mit den Fragen, wie diese Technik gewartet und dereinst zurückgebaut oder erneuert wird. Weiterführend erscheint es mir sinnvoll, sich auch intensiv mit den wirkenden physikalischen und weiteren Gesetzmäßigkeiten zu beschäftigen.

Eine aufschlussreiche Auswertung internationaler Studien ist beispielsweise auf dem Online-Portal „Philosophia Perennis“ nachzulesen, Titel: „Wenn Klimaschutz zum Klimakiller wird“, vom 26. Januar 2020.

Interessierte Leser*innen werden in dieser Literatur wissenschaftliche Argumente finden, die auch einen Befürworter dieser Technik sehr nachdenklich stimmen.

Der Aussage, dass Windkraftanlagen, wie es in dem Leserbeitrag heißt, nur klimafeindliche Auswirkungen bei ihrer Herstellung haben, kann ich mich nicht anschließen.

Die Wirkungsweise dieser Form der Energieerzeugung ist, bezogen auf die Klimaneutralität, auch aus „klimaschädlicher“ Sicht, weitaus komplexer und nachhaltiger, als im Leserbrief und oft auch in den Medien diskutiert wird.

Auch, wenn belastbare Forschungsergebnisse sicherlich noch nicht in umfassender Form vorliegen, sollte über solche Sachverhalte informiert und vor allem diskutiert werden.

Die Verantwortung der älteren Generation besteht meines Erachtens im Besonderen darin, der Jugend, die sich im Rahmen Fridays for Future in dankenswerter Weise für dieses Sachthema interessiert, wirklich umfassende und lückenlose, vor allem aber objektive Informationen zugänglich zu machen.

Mit anderen Worten. Wir sollten den jungen Menschen aufzeigen, dass weder neue Handys noch Windräder als klimaneutrale Produkte, weder heute noch in der Zukunft, zur Verfügung stehen.

Hans Erler, Cottbus

Dem Autor des Lesebriefs sei gesagt: „LR gelesen, dabei gewesen". Er zieht völlig unkundig die Fällung eines Baumes mit einem Rotmilanhorst wegen geplanter Windräder in Zweifel. Im Beitrag „Umweltexperten beklagen Angriffe auf Adlerhorste“ (LR vom 1./2. Juli 2017, S. 5) wird deutschlandweit von etwa 1200 Fällen illegaler Greifvogelverfolgung pro Jahr berichtet.

Ein gefällter Baum mit einem Adlerhorst im geplanten Windpark „Bahren-West“ wurde (...) fotografiert, zur Anzeige gebracht und dies auch in der LR publiziert, passiert ist seitens der Staatsanwaltschaft jedoch nichts.

Weiterhin wird die LR von Herrn Weigel beschuldigt, gegen die Energiewende eingestellt zu sein und nicht sachlich und korrekt zu berichten. Diese Behauptungen entbehren jeder Grundlage! Seit 13 Jahren verfolge ich alle LR-Beiträge zur Energiewende lückenlos und muss feststellen, dass hier eigentlich viel zu energiewendefreundlich berichtet wird.

Der im Leserbrief kritisierte Beitrag „Kampf gegen Windmühlen“ ist faktenbasiert und enthält keine Pro- oder Kontra-Meinung der Autorin.

Völlig absurd ist die Äußerung des Leserbriefschreibers, dass die vielfach kritisierten Windräder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten würden. WELT-Herausgeber Stefan Aust schrieb kürzlich, dass China seine Kohlekraftwerksleistung von zurzeit 1100 Gigawatt  bis zum Jahr 2035 auf 1400 Gigawatt  steigern wird. In Deutschland beträgt diese Leistung etwa 44 GW  mit fallender Tendenz!

Was soll also diese Schwafelei, dass wir mit dieser Energiewende (...) das Weltklima retten könnten?
Dr.-Ing. Wolfgang Rasim, Forst