(...) Angesprochen von Aussagen im Gastkommentar von der jungen BTU-Studentin Ricarda Budke muss ich mich auch einmal zu Wort melden.

Ja, es kann so nicht weitergehen meint sie, aber ich meine es anders. Es kann so nicht weitergehen mit den Behinderungen der Wirtschaft. Das, was hier zum Beispiel von „Ende Gelände“ und anderen Protestlern veranstaltet wird, kann so nicht akzeptiert werden.

Das die Jugend im Widerspruch zur älteren Generation und kritisch zu deren Leben eingestellt ist, gab es immer und wird es auch weiterhin geben. Nur muss die junge Generation aber erst einmal lernen, die Welt und ihre Zusammenhänge zu verstehen.

Es droht Chaos

Da jedoch hege ich so meine Zweifel. Das, was jetzt aktuell geschieht, führt über kurz oder lang in ein Chaos, aber nicht in ein Klimachaos, sondern in ein Wirtschaftschaos. Bei allem Streben der Menschen nach Ausnutzung und Beherrschung der Natur wird es ihr jedoch nie gelingen sie zu beherrschen und nach seinem Willen zu formen. Dafür sind die Positionen der einzelnen Individuen zu verschieden.

Es wird nicht sein, dass der eine Regen bekommt, wenn er es wünscht und der andere, der sogar neben jenem steht, den Sonnenschein, wenn er den wünscht. Zu gut Deutsch, wir werden das Klima nie beherrschen.

Frau Budke meint, dass es so nicht weitergehen kann mit massiven Ernteausfällen der Lausitzer Bauern, das die Flutung des Ostsee gestoppt werden muss und das die Schwarze Elster austrocknet. „Wir erleben gerade die letzten Jahre, in denen wir die Folgen des Klimawandels noch abmildern können“, schreibt Frau Budke.

Was weiß denn Frau Budke mit ihren 20 Jahren von der Existenz der Erde und den Abläufen des Wetters und des Klimas der vergangenen Jahrhunderte, Jahrtausende und Jahrmillionen? Klima und Wetter sind und bleiben ein unbeherrschbares Chaos und mit dem werden wir täglich konfrontiert. Was sind da 20 Jahre eines Lebens? Sie sind nichts gegenüber Vergangenheit.

Wetter war schon immer wechselhaft

Ein Blick in die Geschichte der letzten Jahrhunderte beweist uns, dass das Wetter so wechselhaft war und teilweise verheerende Zerstörungen gebracht hat. Nichts ist unzuverlässiger als das durchschnittliche Wettergedächtnis des Menschen. Wenige Stunden nach einem Wetterereignis können wir nicht mehr genau beschreiben, was eigentlich wirklich passiert ist.

Sind erst Wochen, Monaten oder gar Jahre vergangen, so gibt es Schilderungen, die haben mit den Ereignissen von damals fast nichts mehr zu tun. Manchmal gibt es Aufzeichnungen davon. Wie genau diese aber sind, hängt von den Möglichkeiten des Schreibers und der Erfassungstechnik der Daten ab.

(...) Wer weiß noch, wann und welche Hitzeperioden, Kältewellen, Hochwasser oder Dürrejahre er erlebt hat. Aufzeichnungen der Geschichte sind da hilfreicher. Daraus erfährt man, dass es auch früher, zum Beispiel Ende des 18. Jahrhunderts, im Spreewald zehn Jahre hintereinander Dürrejahre und später wieder Jahre mit Hochwasser gegeben hat.

Damals wie heute sind Wetterereignisse normalerweise lokal begrenzt. Bestimmte Großwetterlagen können auch mal eine ganze Landschaft treffen. Hochwassermarken an den Häusern von großen Flüssen zeigen auch, dass es immer wieder extreme Hochwasser und Niedrigwasser gegeben hat. (...)

Ablasshandel mit dem Klima

Was wir gegenwärtig erleben erinnert an Ereignisse der Geschichte, (...) an Ablasshandel und Fegefeuer. Zum Ablasshandel kann man bei Wikipedia lesen, dass den Gläubigen mit Zahlung eines Geldbetrages ein entsprechender Erlass zeitlicher Sündenstrafen im Fegefeuer für sie oder für gestorbene Angehörige bescheinigt werden kann.

Hier gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten mit dem heutigen Kult um den Klimawandel. (...) Es müsste nämlich eigentlich heißen „Klimawandel = Klimahandel“. Hier dreht sich alles nur um Zahlungen von Steuern, Abgaben. Der Handel von Zertifikaten ist nur die moderne Form der Ablassbriefe.

Tagtäglich wird uns durch diese Politik erklärt wie notwendig das sei, um die Welt zu retten. Das wird sogar von der UNO, der EU und den Regierenden proklamiert. Nur mit Zahlungen von viel Geld können wir uns am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf ziehen.

Temperaturberechnungen variieren

Wissenschaftler, beziehungsweise die sich so bezeichnen, versuchen mit Modellrechnungen der Welt zu beweisen, dass in 50 Jahren und mehr die Temperaturen ansteigen. Das konnten wir auf Grund der fehlenden Computertechnik früher nicht. Je nachdem welche Faktoren ich ansetze, bekomme ich mal dieses und mal jenes Ergebnis. Es bleibt eine Chaosberechnung und die ist immer mit Fehlern behaftet.

Deutschland als ein kleines aber sehr hoch entwickeltes Land versucht, angeblich als gutes Beispiel, die Welt zu retten. Wir schließen unsere „so klimaschädlichen“ Kraftwerke, während auf der Welt Tausende neue gebaut werden. Wir machen unsere Industrie kaputt und geben unser Wissen weg. Da ist eine traurige Zukunft. Wer wird uns dann retten? Ich hoffe die hoffnungsvolle Jugend von heute wird es tun, sofern noch was zu retten ist.

(...) Wir sollten auf dem Teppich bleiben und unsere Ansprüche zurückschrauben. Aufrüstung, Kriege und ungleiche Verteilung von Reichtum und Geld und der Glaube an die Beherrschung der Welt gefährden mehr das Überleben der Menschheit.

Günter Noatsch, Lübbenau