Ausgehend von den Zitaten von Claus-Dieter Wollitz beim Wintertalk am 15. Dezember 2019 "... wir brauchen Vertrauen und Gemeinsamkeit ..., ... ich identifiziere mich mit dem Club. .., ich hänge am Club, an der Region und gebe alles für Energie ...“, möchte ich meine Gedanken, vor allen Dingen meine tiefe Enttäuschung zum Ausdruck bringen.

Ich habe allen Äußerungen des Trainers darüber, dass Ehrlichkeit und Vertrauen das Wichtigste für ihn sind, geglaubt, da dies auch meinen Wertvorstellungen entspricht.

Wie kann ein Mensch, der sich als Moralapostel sieht, dann so handeln und Tage später den Vertrag auflösen und den Verein, die Spieler und die Fans im Stich lassen? Also ist er in meinen Augen unehrlich.

Gerade ist die Pressekonferenz beim FC Magdeburg zu Ende gegangen .Dort hat er die gleichen Phrasen von sich gegeben, wie er es in Cottbus gemacht hat. Weitere Enttäuschung ist, dass Reno Renno ihm nach Magdeburg gefolgt ist.

Gudrun Dubian, Cottbus

Es ist neben dem schmerzlichen Verlust von Pele zum jetzigen Zeitpunkt auch anzumerken, wie stark jegliche Deutungshoheit von seiner Person abhing. Er war Trainer und Coach in Personalunion und hat kein Mikrofon ausgelassen und viele Freiheiten genießen können.

Dieses Vakuum wurde jetzt deutlich, indem das Präsidium auch offiziell Stellung nehmen musste zu den Vorgängen im Nachgang an seine Kritik.

Ob und inwiefern Pele tiefe Wunden erhalten hat, lässt sich schwer sagen, austeilen konnte er sicher immer gut. Fakt ist, den Verein jetzt zu verlassen, ist auch ein Stück egoistisch und nicht nachvollziehbar für mich.

Ob der Verein Visionen hat und jetzt handlungsfähig bleibt,wird sich zeigen. Ich hoffe es sehr, denn der FC Energie Cottbus ist mehr als Pele Wollitz.

Jörn Branzke, Cottbus

Endlich ist Schluss mit der Wollitz-Rederei. Mit Claus-Dieter Wollitz ist der FCE ein Mal aufgestiegen und zwei Mal abgestiegen. Bereits seit mehreren Wochen ist Wollitz in Magdeburg.

Das Gesicht des FCE ist die junge Mannschaft, das sind die vielen tausend Fans und die treuen Sponsoren, das sind WIR. Wir wollen zurück in die dritte Liga. Dazu ist es zwingend erforderlich, dem jungen Trainer, den Spielern in allen Belangen umfassende und konsequente Unterstützung zu geben. Cottbus hat eine gute Fußballtradition.

Liebe Damen und Herren der Sparkasse Spree-Neiße, sehr geehrter Herr Lepsch, bitte stärkt den FC Energie, indem sie der Mannschaft und dem Verein großzügig finanzielle und moralische Unterstützung geben. (...)

Der erste Tabellenplatz ist eine sehr gute Ausgangssituation für eine erfolgreich zweite Halbserie.

Liebe Cottbuser, schließt Freundschaft mit dem FC Energie und kommt ins Stadion der Freundschaft, unterstützt die Mannschaft mit einer angemessenen Zuschauerkulisse. Dann schafft der FCE auch den Aufstieg in die dritte Bundesliga. (...)

Klaus Schmiedchen, Cottbus

Vor dem letzten Spiel in der dritten Liga motivierte Wollitz seine Mannschaft unter anderem mit den Worten: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Das war ja wohl nichts. Danach ging es wieder in die vierte Liga.

Über ein anderes wichtiges Spiel an einem Freitag las ich kurz zuvor in der LR: „--- der Trainer hat seine Jungs nochmal zum Abschlusstrainig am Mittwoch über eine Stunde im Regen trainieren lassen". Ist ja nicht zu fassen, die „armen“ Spieler. Ein reguläres Spiel dauert mindestens eineinhalb Stunden.

Ich will damit sagen: Ich glaube die Mannschaft übte zu wenig. Bei Ede Geier ging es wahrscheinlich anders zur Sache.

Mich würde sehr interessieren, wie viel Zeit die Spieler auf dem Platz zugebracht haben. (...) Bitte drucken sie doch mal einen Trainingsplan des FCE in der LR ab. Vielleicht irre ich mich auch.

Den vorderen Platz in der vierten Liga hat sich die Mannschaft ja auch nicht immer durch vernünftiges Spielen erkämpft, sondern oft durch viel Dusel gewonnen.

Reiner Bresnick, Neiße-Malxetal