„Millionen von Dieselautofahrern in Deutschland sind von Fahrverboten in ihrer Existenz bedroht. Die EU gibt seit 2009 absurde Grenzwerte für die NO2-Belastung im Straßenverkehr vor, die vor 30 Jahren nach fragwürdigen Studien ermittelt wurden. Heute werden diese Grenzwerte und ihr Einfluss auf die Gesundheit der Menschen von namhaften Lungenärzten vehement bezweifelt, aber Umweltverbände und Grüne überziehen die Gerichte mit Klagen auf deren Einhaltung und der Verordnung von Fahrverboten. Die Regierung versucht, wie so oft, dieses brisante Thema auszusitzen. Grund genug für eine bekannte Talkshow in der ARD, dieses Thema mit kompetenten Gästen aus Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Eine Diskussionsrunde mit hohem Streitpotenzial. Ein prominenter Pneumologe, der anschaulich seine ärztlichen Zweifel an den Grenzwerten und an der Wirksamkeit von Fahrverboten darlegte. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, der natürlich die Interessen seiner Mitglieder vertrat. Ein Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium, als Vertreter des Vertreters des Verkehrsministers, der selbstverständlich die Arbeit der Groko lobte. Und natürlich ein Vertreter der Grünen sowie eine Vertreterin der Deutschen Umwelthilfe, die gebetsmühlenartig ihre Forderungen nach Reinhaltung der Luft bekundeten. Die Lösung des Problems hatte letztlich der Stargast der Sendung, ein ehemaliger Formel-I-Pilot, parat. Stolz präsentierte er seine Millionenvilla mit einer Hightech-Fotovoltaik-Anlage, aus der er seine drei Elektroautos auflädt. Der blanke Hohn für die betrogenen Dieselfahrer mit ihren Laternen-Garagen, die noch ihre Kredite für ihre jungen Gebrauchten tilgen, diese mit hohen Wertverlusten verkaufen müssen und Unsummen für einen neuen Elektro-Kleinwagen auf den Tisch legen müssen. Und das alles im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das wir mit unserer Zwangsabgabe ,Rundfunkgebühr‘ finanzieren. Vielleicht sollte daraus einfach mal eine Umweltgebühr gemacht werden, da wäre unser Geld vermutlich besser angelegt.“