An den Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie gibt es wirklich nichts zu beschönigen. Die Zahlen sprechen für sich und sind besonders für die Betroffenen und für unsere gesamte Bevölkerung schlimm genug.

Unsere Regierung handelt jetzt sogar schneller als gewohnt und versucht das nicht aufzuhaltende Chaos der Klein- und Mittelständler zu begrenzen. Das wirkliche Ende ist nicht einzuschätzen, wird aber erschreckend hart sein. Die „Großen“ werde sich wie immer irgendwie retten. Auch der DFB und die vielen „armen Profis“ werden trotz Gehaltsverzicht von 20 Prozent nicht untergehen.

Nur erschreckend ist, dass auf die Gefahren einer weltweiten Ausbreitung einer Corona-Pandemie der Bundestag im Januar 2013 durch das Robert-Koch-Institut schriftlich hingewiesen wurde (Für die Risikoanalyse wurde ein hypothetisches Pandemie-Szenario namens „Pandemie durch Modi-SARS“ entwickelt. - Anm. d. Red.). Darin wurde auch auf Versorgungsengpässe für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und Medikamente verwiesen.

Leider wurden sämtliche Hinweise durch unsere Gesundheitsminister Bahr, Gröhe, Spahn und deren Vorgesetzte Frau Dr. Merkel ignoriert.

Dass es im führenden Industrieland Europas keine ausreichende Anzahl an Atemschutzmasken und Schutzkleidung für das medizinische Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen gibt, sollte uns doch zu denken geben. Wenn man jetzt noch erkennt, dass die Asiaten die Schutzmasken doch nicht als Spaß getragen haben, wird sicherlich die Bevölkerung zur „Konsumgüterproduktion“ aufgerufen.

Sicherlich werden sich am Ende der Corona-Pandemie die entsprechenden „Volksvertreter“ trotz ignorierter Pandemie-Voraussage feiern lassen und ihre Schuld vergessen (...) haben.

Peter Michel, Drebkau

Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff? Weit gefehlt. Noch hat leider der Corona-Virus Deutschland und den Rest der Welt fest im Griff. Hunderttausende Infizierte und tausende von Toten. Politiker und Mediziner sind weitestgehend ratlos.

Noch vor sechs Wochen versicherte der Gesundheitsminister via Internet, dass sich niemand sorgen müsse, Deutschland sei gut vorbereitet. Heute verkündet er, dass dies erst der Anfang wäre und wir Schlimmeres zu erwarten hätten.

Alle möglichen Experten und unzählige Professor*rinnen geben in zahlreichen Talkshows ihre Vermutungen zum Besten. Zahlreiche Politiker aller Couleur geben kluge Ratschläge, wie wir gemeinsam das Virus besiegen können. Bundespräsident und Bundeskanzlerin rufen das Volk zur Solidarität auf, der Finanzminister schwelgt in Milliarden an Unterstützung für notleidende Unternehmen und Arbeitnehmer. (...) Den Steuerzahler der Zukunft wird es freuen. Vielleicht sollten unsere zahlreichen Politiker dem Vorbild der Profifußballer folgen und auf einen Teil ihrer üppigen Saläre verzichten, um ihre Solidarität mit ihren Wählern zu beweisen.

Keiner verliert ein Wort darüber, wie die Tausenden von Pflegekräften bei ihrer gefährlichen Arbeit besser geschützt werden sollen und besser bezahlt werden können. Kaputt gespartes Gesundheitswesen, marode Infrastruktur, tausende fehlende Pflegekräfte, fehlende Schutzausrüstungen und fehlende medizinische Geräte gefährden medizinisches Personal und Patienten gleichermaßen. Es gibt halbherzige Maßnahmen zur Bekämpfung der Virusausbreitung.

Während andere Länder auf der ganzen Welt mit Ausgangssperren erfolgreich die Ausbreitung bekämpfen, verhängt Deutschland nur eine Kontaktsperre. Warum wird nicht, wie in anderen Ländern, eine Schutzmaskenpflicht in der Öffentlichkeit angewiesen? Alle Virologen sind sich ausnahmslos darüber einig, dass Schutzmasken von Infizierten getragen, sehr wohl Gesunde vor deren Viren weitestgehend schützen können.

Stattdessen gibt es Geschwafel über die vermeintliche Verletzung der Bürgerrechte. Hätte der Impfarzt der Bundeskanzlerin gesetzlich verordnet einen Mundschutz getragen, wäre ihr vermutlich die Quarantäne erspart geblieben (...).

Zum Schluss ein Tipp für weitere Einsparmöglichkeiten: Wenn es unserer Bundeskanzlerin gelingen würde, mit dem russischen Präsidenten einen Nichtangriffspakt zu schließen, könnte vielleicht der deutsche Nato-Beitrag von jährlich 50 Milliarden Euro eingespart werden und in die Anschaffung von Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten investiert werden.

Peter Hannemann, Cottbus