Der Steuerzahler muss alles ausbaden

Kaum ist das Virus in Deutschland, schon geht es um das Wohl der Wirtschaft und ungezügelte finanzielle Hilfen dafür. Nun schreien schon Sportvereine nach Finanz-Unterstützung vom Staat – aber, wer ist denn dieser Staat? Der Bundestag, Politiker, Parteien?

Nein, dieser Staat, der hier bequemerweise stets sofort gefordert wird, sind die Steuerzahler, von unten nach oben zahlend!!! Nach jeder Krise werden überall Preise drastisch angehoben – mit Verweis auf die Krise.

Dabei kassierten Banken und Wirtschaft reichlich vom Staat, also dem Steuerzahler, dennoch hat er ein weiteres Mal teuer dafür zu bezahlen? (...) Wir mussten ungefragt die Zockerspielchen der Banken ausbaden, Frau Kanzlerin nannte es Bankenrettung.

Bis heute bluten die Bürger dafür und nun werden sie über EU- und EZB-Politik immer weiter ausgebeutet, mit Negativzinsen bestraft und mehr, nur weil die Politik nicht will, dass Verursacher gerade stehen müssen. Warum ist da das Recht ausgehebelt?

Nun kommt Coronavirus daher und all diese Spielchen beginnen von Neuem. Ja, Messebauunternehmen, die schon arbeiteten (Buchmesse) sollen entschädigt werden, aber der Rest der Wirtschaft sollte sich an sein unternehmerisches Risiko erinnern und nicht die Risiken dem Steuerzahler aufhalsen.

Wenn Unternehmen Millionengewinne machen, werden Steuerzahler auch nicht berücksichtigt, selbst wenn sie ungefragt zur Rettung vorher missbraucht wurden. Unterstützungen sind nur für Kliniken, Praxen, Labore etc. und vor allem deren Personal-Schutz dringend erforderlich.

Marina Struzyna, Klettwitz

Was nützt eine kranke Armee?

Sabotiert das NATO-Manöver trotz Corona-Gefahr unsere Sicherheit? Manöver sollen neben der Übung von technischen Abläufen auch und vor allem der strategischen Ausbildung dienen.

In Zeiten einer drohenden Corona-Pandemie sind Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von groß angelegten Manövern müßig.

Auch und sogar besonders für das Militär gilt dann die wichtigste Regel, jeden Körperkontakt und jede Reisetätigkeit möglichst zu vermeiden. Denn eine kranke Armee ist eine kampfunfähige Armee.

Was nützt die weltweite Ächtung von biochemischen Waffen, wenn sich unser Verteidigungsbündnis sehenden Auges einer solchen Gefährdung aussetzt, ohne über irgendwelche Schutzmaßnahmen zu verfügen?

In dieser Situation ist Selbstschutz wesentlich wichtiger als jede Übung. Jede Gefährdung der Verteidigungsbereitschaft wäre dann vielleicht sogar Sabotage! Ein Manöver in dieser Lage dient nicht dem Schutz, sondern gefährdet noch zusätzlich uns alle.

Eberhard Lorenz, Weißwasser