Ich möchte mich ein wenig provokativ in dieser Zeit mit einer Lesermeinung melden und in dieser ungewöhnlichen Situation, Jugendlichen einen Vorschlag machen.

Statt am Freitag für eine saubere Zukunft unseres Planeten zu demonstrieren (das geht ja nun auch nicht mehr), könnte jetzt jeder Einzelne etwas dafür tun. Ohne Stundenplan kann man sich die Zeit frei einteilen. Das Wetter ist schön und jeder sollte und darf sich noch an der frischen Luft bewegen und etwas für seine Gesundheit tun, allerdings allein.

Wie wäre es denn, wenn man das dafür nutzen würde, gezielt Straßenränder oder Waldstücke vom Müll zu befreien? Im Moment sind die Hinterlassenschaften einiger Menschen noch gut sichtbar, bald wächst das Gras drüber.

Wir wissen aber alle, dass sich Glas und Plastik nicht zersetzen. Es wäre wirklich toll, wenn einige diesen Impuls aufgreifen und das Notwendige mit dem Nützlichen verbinden würden. Man könnte sogar einen Gruppenwettbewerb erfinden und die Länge des gesäuberten Weges oder das Gewicht der Mülltüte als Kriterium nehmen.

Die Plakate der Freitagsdemos haben gezeigt, dass Jugendliche sehr erfinderisch sind. Und eine saubere Umwelt wünschen sich nicht nur die jungen Leute für ihre Zukunft.

Christine Sidon, Cottbus