Mit Schreiben vom 13. September 2019 schlug die AGVS dem Bürgermeister vor, eine Leuchttafelanzeige für Momentangeschwindigkeit durch die Stadt Döbern oder das Amt Döbern-Land zu beschaffen – ein Antragsformular für Fördermittel haben wir gleich mitgeliefert.

Am 13. November 2019 informierte die Lausitzer Rundschau – ohne Bezug auf den Vorschlag der AGVS – darüber, dass das Amt 2020 dafür 3000 Euro im Haushalt einplanen wolle.

Schon bei dem Beschlussantrag in der Stadtverordnetenversammlung (STVV) vom 18. Oktober 2018 habe ich als damaliger Abgeordneter den Antrag der SPD-Fraktion auf der Bundesstraße B 115 für ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern abgelehnt.

Denn Durchgangsstraßen dienen vor allem dazu, den Fahrzeugverkehr flüssig zu halten. Wegen einiger „Raser“ gleich das gesetzlich vorgegebene Tempo 50 zu unterlaufen, halte ich nicht für die richtige Methode. Es sollte das Prinzip gelten: Erziehen statt bestrafen.

Die Praxis auf der B 115 sieht jetzt aber so aus: Wenn entsprechend der Anordnung für LKW größer 3,5 Tonnen das Tempo 30 km/h eingehalten wird, bildet sich ein Rattenschwanz von Pkw dahinter, weil oft nicht überholt werden kann. Die Verweilzeit für alle Fahrzeuge ist daher länger und der Ausstoß von Schadstoffen dadurch größer. Ist da etwa der Umwelt geholfen? (...)

Für die Temporeduzierung auf der B 115 lagen zwei (!) Eingaben vor, um die STVV zur Zustimmung zu bewegen. Gegen den Abriss des Toilettenhäuschens am Busplatz gab es eine Petition mit 220 Unterschriften von Döberner Bürgern. Das reichte bekanntlich nicht, den Abriss zu verhindern! Nach welchen Maßstäben werden in Döbern Entscheidungen gefällt?

Ich selbst wohne übrigens an einer Hauptstraße in Döbern. Die Mehrzahl der Pkw fährt mit geschätzten 70 oder 80 km/h vorbei. Sollten nun die Anwohner der Ringstraße auch Tempo 30 beantragen, anstatt auf Einhaltung von Tempo 50 hinzuarbeiten?

Eberhard Koch, Döbern