Es dürfte auch den letzten Zweiflern klargeworden sein – eine Klimaänderung findet statt. Abgesehen davon, dass es nicht die erste und sicher nicht die letzte Klimaänderung ist, sollte uns klar sein, dass es nicht das Ende der Menschheit und schon gar nicht das Ende des Planeten Erde bedeutet. Vielleicht sollten wir, statt gewaltige Geldmengen für Klimaschutz auszugeben, das Geld nutzen, den Folgen des Klimawandels entgegenzuarbeiten. Deiche wachsen nicht von allein, weder in Tokio noch in Paris oder Montreal. (...)
Menschen neigen dazu, für hoch komplexe Vorgänge einfache Erklärungen und Lösungen zu suchen. Das gilt auch für die Klimaänderung. Es ist eine Tatsache, dass die Erde aus einer Zwischenkaltzeit auftaucht. Was soll die Erde da anderes machen, außer sich zu erwärmen?
Es sind inzwischen mehr als 100 verschiedene Einflussfaktoren auf das Klima bekannt. Aber alles wird – einfache Lösung – auf das Kohlendioxid in der Erdatmosphäre geschoben. Neben irdischen sind kosmische Einflüsse wie Sonnenzyklen und Schwankungen der Erdrotation/-achse/-umlaufbahn mit hoher Sicherheit von größerem Einfluss als atmosphärische Effekte. Andere Treibhausgase wie Methan, Ethan, Methylbromid, Schwefelhexafluorid  haben eine um Zehnerpotenzen größere Treibhauswirkung als Kohlendioxid. Natürlich hat Kohlendioxid einen Einfluss auf die Physik der Atmosphäre, aber doch nicht in der Form und Größe, die die Notwendigkeit der Konversion einer ganzen Zivilisation begründen würde. Selbst scheinbar bekannte Erscheinungen, die auch das Klima beeinflussen, sind in Ursachen und Wirkungen nicht restlos geklärt (Beispiel: Wolken, die sowohl kühlen als auch wärmen können).
Kohlendioxid ist das Produkt der Oxydation von Kohlenstoff mit Sauerstoff. (...) Auch das letzte Joule des Energiegehaltes eines C-Atoms wurde bei dieser Oxydation ausgelutscht. Daraus folgt aber, dass jede Chemie mit Kohlendioxid nur unter Zufuhr von Energie stattfinden kann. In jedem Fall ist die Energiezufuhr höher als die, die aus dem Kohlenstoff gezogen werden kann, den die synthetisierten Moleküle enthalten. Diese Energie soll aus Wind, Wasserkraft, Sonnenstrahlung bezogen werden? Der Begriff „erneuerbare Energien“ ist falsch! Es ist nicht möglich, Energie zu „erneuern“. Der Energie-Erhaltungssatz steht dem entgegen.
Schon jetzt zerstört die Decarbonisierung (kohlenstofffreie Wirtschaft, d. Red.)  unsere Umwelt in katastrophalem Maße. „Energiepflanzen“ sorgen für das Verschwinden von ganzen Pflanzengesellschaften und Bodenbrütern, wie Rebhühnern, Lerchen, Wiesenpiepern.   Mais-Wüsten bieten nur Wildschweinen Lebensraum. Fotovoltaische Anlagen zerstören Flächen, bis sie nur noch als Schafweide nutzbar sind. Baumwollanbau, schön vegan, verbraucht mehr Wasser, Energie und Pestizide als jede Fabrik für Chemiefasern.
Recycling von gebrauchten Kunststoffen verbraucht ein Vielfaches an Wasser und Energie als zur Neuherstellung dieser Kunststoffe notwendig ist. Verpackungen aus Papier sind chemisch hoch komplexe Produkte, die sinnvoll nur durch Verbrennen beseitigt werden können, da sie nur sehr bedingt und sehr begrenzt recycelt werden können. Jawohl! Wickeln wir unsere Heringe wieder in Zeitungspapier! Ging doch früher auch! Sollte das die Zukunft sein?
(...) Es ist notwendig, mehr Kunststoffe einzusetzen, sind sie doch wegen ihrer ökologischen und ökonomischen Vorteile eine Grundlage unserer Zivilisation. Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen? Richtig, also nutzen wir sie verantwortungsvoll und zeigen den Kindern, was wir für sie geschaffen haben, welches Erbe sie mit Begeisterung täglich nutzen. Das iPhone haben ihre Eltern erfunden, nicht sie. Das gilt auch für Sneakers, Strumpfhosen!
Kunststoffmüll in Ozeanen, Mikroplastik in der Nahrungskette, verhungerte Meerestiere mit kunststoffgefüllten Mägen, Zerstörung des Erholungswertes von Landschaften – das ist doch nicht den Eigenschaften von Kunststoffen geschuldet, sondern des sorglosen Umganges mit diesen unverzichtbaren Werkstoffen.
In einer US-Studie wurden 4000 Flüsse weltweit auf ihre „Kunststofffracht“ untersucht. 80 Prozent Kunststoffmüll stammen aus nur 200 Flüssen. Was folgt daraus? Die Anwohner dieser Flüsse müssen den Umgang mit Kunststoffen lernen, Entsorgungssysteme schaffen und begreifen, dass jedes Geld, das in Umweltschutz investiert wird, Geld für die Beseitigung von Umweltschäden einspart. Zu den 200 Flüssen mit hoher Kunststofffracht gehören Rhein und Elbe. Wir haben keinen Grund zur Überheblichkeit.
 Ein Schulstreik am Freitag verhindert Bildung und damit die Fähigkeiten für die  Innovationen von morgen. Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geborgt? Auch auf den Schultern unserer Kinder werden Kinder stehen, die wieder die Innovationen ihrer Eltern in einer intakten Umwelt nutzen wollen und können.
Mein Fazit: Her mit Kunststoffen, her mit Kernkraft, her mit Müllkraftwerken und her mit Bildung, Bildung, Bildung!
Bernhard W. Naber, Schwarzheide