Piloten nehmen neuen Anlauf für Sonderlandeplatz, LR Spreewald vom 16. Januar.

Die Dreistigkeit, mit der die Antragsteller seit 2017 das Projekt vorantreiben, erstaunt. In Gutachten wird behauptet, es sei nicht zumutbar, 70–90 Minuten mit dem Auto zu einem anderen Flugplatz zu fahren. Vogelstimmen wären lauter als eine PA-18, Baujahr 1952, ist den Antragsunterlagen auf https://lbv.brandenburg.de/5209.htm zu entnehmen.
Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Wochenend-Berliner in Angelegenheiten der Dorfgemeinschaft einmischen. Dafür habe ich Verständnis. Aber dass man zwei unverfroren agierenden „Zugereisten“ eine eigene Landepiste genehmigen will, ist skurril.
Niemand hat etwas gegen das Hobby der beiden Antragsteller. Es gibt in Brandenburg mehr als 35 Flugplätze mit perfekter Ausstattung. Mit gleichem Recht könnten Wintersportfans den Bau einer Skihalle in Groß Leuthen beantragen, weil Senftenberg zu weit weg sei. Die persönlichen Interessen zweier Einzelpersonen stehen hier gegen die Interessen von mehr als  50 direkten Anliegern in der Waldsiedlung. Wochenend-Brandenburger zahlen Zweitwohnungssteuer. Sie bringen Kaufkraft in die Region. (...) Ein privater Flugplatz bringt keinen Vorteil für Gemeinde und für Dahme-Spreewald. Hoffentlich bereitet die Luftfahrtbehörde diesem Scherz ein Ende.
Dagmar Merk, Groß Leuthen