Wenn ich manche Leserzuschrift lese, kann ich über so viel Blauäugigkeit nur den Kopf schütteln. Glaubt man wirklich, dass alles so abläuft, wie es uns eingeredet wird? Ich bekomme schon große Stirnfalten, wenn ich dran denke, in welche Versorgungsabhängigkeit wir uns begeben. Natürlich kann diese Landschaftszerstörung so auch nicht weiter gehen. Aber so ein nicht nachvollziehbarer Hauruckausstieg (alles innerhalb von 20 Jahren) ist mir nicht geheuer! Keine stark erhöhten Tarife, keine Versorgungslücken? Glaubt man das wirklich?

Dazu kommt ja noch dieser ganze Trouble mit den Stromtrassen. Wie soll denn die Energie das Haus erreichen? In Säcken oder Kübeln? Fleisch kommt ja auch vom Fleischer und Brot vom Bäcker, Bauern scheint es für einige auch nicht zu geben.

Es ist sowieso schlimm, wie sich manche Mitmenschen gebärden. Es muss grundsätzlich erst mal alles schlecht geredet werden, und man ist natürlich dagegen! Sehr aus dem Herzen spricht mir da die Leserzuschrift von Herbert Kotkiewitz aus Lauchhammer (LR, 31.1.19). Ich gehöre zu den von ihm angesprochenen Jahrgängen, war selbst 30 Jahre Kohlekumpel, habe also das große Sterben des Reviers miterlebt und verstehe deshalb gut die Ängste der in der Kohleindustrie Tätigen. Bloß gut, dass wir auf dem Planeten die einzigen Schmutzfinken sind. Somit ist dann alles in Ordnung, wenn wir unseren Schadstoffausstoß auf den Wert senken, den – wie auch immer errechnet – man für richtig hält. Bestes Beispiel ist doch die Dieselproblematik. Alles, was hier weg muss, fährt dann an anderen Orten auf dieser Welt, auch gleich in der Nachbarschaft (Tschechien, Polen).

Uwe Wilhelm, Merzdorf (EE)