Zu „Diskutieren über die Hauptursachen“ (LR vom 10. Juni):

Wenn wir heute immer hören, dass junge Leute die Schule schwänzen für den Umweltschutz, dann frage ich mich, was in ihren Köpfen vorgeht, denn Umweltschutz kann nur global funktionieren. In Deutschland werden Braunkohlegruben und Atomkraftwerke dicht gemacht, es gibt Dieselfahrverbote für Autos, und in den Nachbarstaaten läuft alles so weiter.

Nun frage ich, was ist mit Flugzeugen und Kreuzfahrtschiffen, die Tausendfach mehr CO2 ausstoßen.

Doch Umweltschutz kann man nicht nur von CO2 abhängig machen. Ich gehöre noch zu der Generation, die alles, was man gekauft hat, mehrfach genutzt hat, ob das ein Netz oder Beutel zum Einkaufen war, denn es gab keine Plastiktüten – oder ob es die Windel war. Man sollte auch da umdenken.

Es gab bei uns keine Handys, wir hatten Briefpapier. Und Whatsapp gab es auch nicht, da hatten wir kleine Zettelchen und es ging auch.

Und vor allem sollten die jungen Leute, die da streiken und behaupten, wir würden die Umwelt zerstören, mal überlegen, wer laufend das Neuste haben muss: die ältere Generation oder sie selbst (Handy, Computer und und und).

Und dann sollten sie überlegen, wen sie da wählen. Grün – das sind in diesen Punkten die Preistreiber. Wenn diese Partei weiterhin solch Zustrom bekommt, werden viele Leute bald nicht mehr ihren Strom, Sprit und Gas bezahlen können.

Doch ich glaube, das möchte keiner in Deutschland.

Wolfgang Schneider, Doberlug-Kirchhain