(. . .) Jetzt 2014, im 25. Jahr nach der Wiedervereinigung, können Dank der Großen Koalition Menschen nach 45 harten Arbeitsjahren mit 63 ohne Abzüge in Rente gehen. Sie sind zum Teil noch die Generation, die mit ihren Eltern die Folgen des verheerenden Krieges mittragen musste. (. . .) Mütter, die vor 1992 ihre Kinder geboren haben, erhalten mehr Rente, toll, wunderbar! Bei näherer Betrachtung aber nur die halbe Wahrheit! Bei "Nachwuchs" mussten Frauen in der DDR ihren Arbeitsplatz nicht aufgeben, in Krippe und Kindergarten wurden die Kinder gut betreut oder mit guter Organisation in der Familie. Es wurde zum Teil nur halbtags gearbeitet, allerdings mit weniger Rentenanspruch. Der Unterschied zum Westen - dreimal "K": Kinder, Küche, Kirche, wer es sich leisten konnte.

Wenn diese Mütter nun als Ausgleich mehr Rente bekommen, pro Kind und Monat 28 Euro und die Mütter im Osten, die gearbeitet haben, pro Kind und Monat 26 Euro. Da fehlen mir die Worte. Ist das nicht beschämend? Jede Mutter, die vor 1992 Kinder geboren hat, sollte im vereinten Deutschland die gleiche Rente haben! (. . .)

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