April), hat ein breites Leserecho ausgelöst. Dies gilt auch für den Beitrag "Der mit dem Hund tanzt" (RUNDSCHAU vom 23. April) über die Schummel vorwürfe gegen Kieling.

So schreibt Fritz Hoffmann aus Wittichenau: (. . .) Der Wolf mit seiner Existenz erfordert eine gesetzliche Regelung, wobei die Hoheit in den Händen des Jagdverbandes liegen muss. Wie Luchs, Wildkatze, Fuchs, Dachs, Marder usw. ist der Wolf ein Raubtier und gehört zur Gruppe des Haarraubwildes und ist in das Jagdgesetz aufzunehmen, mit Schuss- und Schonzeiten oder ganzjährig geschont. Die Priorität über notwendig werdende Entscheidungen muss beim Jagdverband liegen und nicht unter der Zuständigkeit des Naturschutzes, wo leider zurzeit noch recht eigennützige und selbstsüchtige Ansichten vertreten werden. (. . .) Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass dem Naturschutz das Mitspracherecht verweigert werden soll. Forschungsaufgaben in Sachen Wolf sind bei dieser Regelung ebenfalls möglich und durchführbar, wobei man von der Tatsache ausgehen muss, dass schon umfangreiche Forschungsergebnisse über den Wolf vorliegen und es nicht nötig ist "das Fahrrad noch einmal zu erfinden". Man sollte bedenken, dass es unsere Steuergelder sind, die dafür herhalten müssen. (. . .)

Elke Kuch aus Cottbus merkt an:

I n der ZDF-Sendung gab es noch mehr Fehler: Der Sprecher sagte, Herr Kieling hat eine Bestandsaufnahme der Tiere in Deutschland gemacht. Er hat nur gefilmt. Die Bestandsaufnahme machen zum Beispiel Ornithologen, Diplom-Biologen und Wissenschaftler. Außerdem wurde gesagt, die Hirschkäfer werden bis zu zehn Zentimeter groß. Die Sendung bezog sich auf Deutschland. Hier werden sie höchstens 7,5 Zentimeter. (. . .) Abgesehen von allem - die Aufnahmen waren sehr schön, wenn auch zum Teil gestellt, wie wir jetzt wissen. (. . .)

Michael Cossack aus Berlin meint: Andreas Kieling antwortet bei der Frage zur Aufnahme des Wolfes ins sächsische Jagdgesetz mit bösen Unterstellungen. Niemand hat in Sachsen behauptet, den Wolf wieder bejagen zu wollen. Weder mit Fallen noch mit der Schusswaffe. Die absolute Frechheit ist aber, dass Kieling unterstellt, die Jäger wollen dann Giftköder auslegen. Dies wäre und ist eine Straftat! Damit nicht genug, verkennt Kieling völlig, dass eine Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht auch die Pflicht der Hege bedeutet! Die Jägerschaft also Geld und Zeit für den Wolf hergibt (Stichwort Monitoring). (. . .)

Hans-Jürgen Wiencken aus Spremberg schreibt: (. . .) Im Jahr 2004 zeigte das Fernsehen den Film "Grizzly Giganten" von A. Kieling. Mir fiel besonders eine Szene auf, in der ein Grizzly einen Elchkadaver gegen ein Rudel Wölfe verteidigt. So etwas hatte ich doch schon einmal in einem Tierfilm gesehen. Man muss zu der Szene sagen, dass ein Trapper das Geschehene erzählt, während man die Bilder dazu im gleichen Moment sieht. Eigentlich nicht machbar und dass man eine solche Szene zweimal aufnehmen kann, ist höchst unwahrscheinlich.

Nach längerer Suche fand ich die Szene im Film "Grizzlys - Riesenbären in Nordamerika" von dem weltweit bekannten Tierfilmer Jeff Turner aus Kanada, allerdings ohne den erzählenden Trapper. Damals dachte ich mir nur meinen Teil. Irgendwann 2011 zeigte das Fernsehen den Film "Im Visier der Grizzly-Giganten", auch von A. Kieling, der in weiten Teilen mit dem 2004 gezeigten identisch ist. Es fehlt aber die Szene mit dem Bär und den Wölfen. An der Stelle sieht man jetzt Kieling im hohen Norden von Alaska bei minus 40 Grad auf der Suche nach Grizzlys!? Eigenartig ist, dass gerade die spektakulärste Szene aus diesem Film herausgenommen und durch eine überhaupt nicht passende ersetzt wurde. Gab es da möglicherweise von anderer Stelle Hinweise auf diesen Umstand? (. . .) Man muss bedenken, dass beispielsweise A. Kieling hohe Auszeichnungen für seine Filme erhalten hat und damit auch Geld verdient.

Ich schaue mir keine seiner Sendungen mehr an, weil diese mit den Sendungen von Heinz Sielmann, um nur einen Tierfilmer vergangener Jahre zu nennen, überhaupt nicht mehr zu vergleichen sind. Abenteuer, Show, sich in Lebensgefahr begeben und anderes mehr haben meiner Meinung nach in Tierfilmen nichts zu suchen.