Es bleibt (für mich) dabei: Es gehört endgültig alles beim FC Energie Cottbus auf den Prüfstand. Nach jetzigem Stand hilft nur ein kompletter Neuanfang mit neuer Mannschaft, neuer Vereinsführung und neuem Trainer! Was ist eigentlich aus der guten Jugendarbeit des FCE gemacht worden? Warum hat man den spielerisch talentierten Nachwuchs in die Bundesligavereine abgegeben, wo "unser Nachwuchs" nur auf der Bank sitzt!? Welche Philosophie verfolgen der Verein und die Spielerberater? Geht es nur noch um Geld? Falls ja, auch dann gehört der FC Energie Cottbus im 50. Jahr zu Recht in die Regionalliga.

Mal über Geldabzug beim FCE nachdenken

Auch Christel Oettel aus Burg beschäftigt die Situation beim FCE:

Ich bin kein großer Fußballfan, aber man macht sich ja auch seine Gedanken zu Energie, zumal es ja unserer Region gut täte, eine Mannschaft in der Zweiten Liga zu haben. Schon wieder ein Trainerwechsel, Wollitz wieder bei Energie, was soll er machen? Ist es immer nur eine Trainerfrage für den Abstieg? Jetzt ist es doch mal an der Zeit, sich mit den Spielern auseinanderzusetzen, wollen sie überhaupt noch für Energie etwas erreichen? Da die Spieler regelmäßig Geld bekommen, gibt es keinen großen Anreiz, etwas zu verbessern. Wären sie in einem anderen Unternehmen tätig, gäbe es reichlich Abmahnungen oder Entlassungen, hier sollte auch angesetzt werden, und Geldabzug tut weh, vielleicht werden sie dann wach und wissen, wofür es Geld gibt.

Es riecht nach verbeamteter Kumpanei

Kurt Noack aus Groß-Kölzig schreibt zu "CTK-Chef Brakmann fristlos gekündigt" (RUNDSCHAU vom 12. April):

Die Autorin informiert wieder über Dinge, die stinken. (. . .) Die Hintergründe des Rauswurfs des CTK-Geschäftsführers bleiben dem Leser vorerst verschlossen. Aber es riecht auch hier nach verbeamteter Kumpanei. Ich denke, die, die ihn nach Cottbus holten und vermutlich in seiner Situation helfen wollten, müssen Brakmann und seinen angekratzten Ruf gekannt haben. Gegen den jetzt beim CTK fristlos gekündigten Brakmann ermittelte die Staatsanwaltschaft Magdeburg bereits 2012 wegen des Vorwurfs nicht sachgemäßer Verwendung öffentlicher Mittel im Klinikum Magdeburg, dem er sich in gleicher Stellung ausgesetzt sah, ohne dass Anklage erhoben wurde. Brakmann musste gehen. Vor seinem Wechsel nach Cottbus war er fast zwei Jahre Geschäftsführer des Zentralklinikums in Suhl und sorgte hier erneut für Aufsehen. Sowohl in Suhl als auch hier in Cottbus wird seinem autoritären Führungsstil das Ausscheiden angesehener Fachärzte zugeschrieben. Dieser Vorwurf traf bereits seine Amtsvorgängerin, die im September 2013 ihren Dienst quittieren musste. Die vorzeitige Auflösung allein ihres Arbeitsvertrages kostete die Stadt Cottbus aus Ansprüchen auf die Weiterzahlung der vertraglichen Bezüge Unsummen Geld, die auf eine halbe Million Euro beziffert werden, und der gute Ruf der Stadt und seines Klinikums hatte zu leiden. Gleiches könnte auf die Stadt und ihre Steuerzahler für alle Fehlleistungen Brakmanns wieder zukommen. (. . .)

Es kann nicht sein, was nicht sein darf

Margot Scheibe aus Dobra schreibt zu "Verendete Kälbchen: Brandenburgs Landwirte klagen über Killer-Raben" (RUNDSCHAU vom 11. April):

Der Beitrag über verendete Kälbchen auf der Weide hat mich sehr betroffen gemacht. Ich selbst habe gesehen, wie mehrere große "schwarze Vögel" (. . .) sich über ein Kälbchen hergemacht haben, das auf dem Boden lag. (. . .) Es ist wie immer: Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Wenn ein Professor festlegt, dass Kolkraben keine Kälbchen angreifen, dann ist das so! Tatsachen sprechen allerdings dagegen. Wenn Landwirte das Gegenteil feststellen, dann sollte man ihnen auf jeden Fall glauben. Der Herr Professor sollte doch mal am Objekt (kalbende Kühe auf der Weide) seine Untersuchungen vornehmen.

Vattenfall macht es sich zu bequem

Günther Liebenspacher aus Cottbus schreibt zu "Vattenfall rechnet mit der Lausitz ab" (RUNDSCHAU vom 13. April):

Wenn Vattenfall zur Höhe der zu erwartenden Steuerrückzahlungen keine Angaben machen will und sich dabei auf das Steuergeheimnis beruft, so ist das schlicht unzutreffend. Nach § 30 der Abgabenordnung ("Steuergeheimnis") haben "Amtsträger" das Steuergeheimnis zu wahren. Da dies für den Steuerpflichtigen selbst jedoch nicht zutrifft, hätte Vattenfall sehr wohl Zahlen nennen können. Aber so ist es halt bequemer.