. .) Ein Justizminister konnte nicht helfen. Ein Direktor des Cottbuser Amtsgerichts weist einem psychisch Kranken an, sich in Zukunft so oder besser so zu benehmen. Halleluja! Mein normaler Menschenverstand fragt sich gerade, wo und bei wem hat die Arbeitsverweigerung begonnen. Otto Normalbürger hätte höchstwahrscheinlich den offensichtlich psychisch kranken jungen Mann nach der abnormen Tat festnehmen lassen und von einem entsprechenden Amtsarzt untersuchen lassen. Dieser hätte eine Einweisung angewiesen, spätestens im Wiederholungsfall hätte es dazu kommen müssen. Die bedauernswerte Familie, die in das Visier des jungen Mannes geraten ist, und auch der junge Mann selbst hätten voreinander geschützt werden müssen. (. . .) Worauf hat die Polizei gewartet? (. . .) Der Hammer der emotionslosen Berichterstattung sind die letzten zwei Sätze, in denen das Opfer zum Täter wird. Unfassbar!

Weltklasse im Cottbuser Staatstheater

Sebastian Freiherr von Rotenhan aus Reuthen schreibt zu "Ein Hauch vom Überirdischen" (LR vom 18. April):

Liebe Cottbusser, wisst Ihr eigentlich, was Ihr an Eurem Opernhaus habt? Das war eine absolute Sternstunde am Samstagabend, die Premiere von Don Carlos. . . Weltklasse, das bekommt man an der Scala oder der Met auch nicht besser! Bravissimo tutti quanti (Bravo alle miteinander - d.R.)!

Merkwürdige Preisvergabe

Roland Klose aus Bad Fredeburg schreibt zur Echo-Verleihung:

Die umstrittene Deutschrock-Band "Frei.Wild" hat den Echo 2016 bekommen. Die Gruppe erhielt den begehrten deutschen Musikpreis in der Sparte Rock/Alternative National. Das ist für mich genauso paradox, als wenn die Alternative für Deutschland (AfD) einen Echo für ihr soziales Engagement für Flüchtlinge bekommen hätte.

SPD an ihrem Niedergang selbst schuld

Lothar Reich aus Heideblick schreibt zum Absturz der SPD:

Die SPD verliert seit der Flüchtlingskrise besonders viele Wähler, sie liegt bundesweit nur noch um die 20 Prozent. Das ist kein Wunder, denn ihre schlechte Politik ist hausgemacht. In der Flüchtlingskrise hat sich diese Partei in der Regierungskoalition als bester "Bremser" herausgestellt. Es hat ewig gedauert, bis sie einige Balkanstaaten und die nordafrikanischen Staaten Marokko, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsländer eingestuft hat. Sie hat auch verhindert, dass an der deutschen Grenze Transitzonen für die ankommenden Migranten geschaffen werden, obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung das für richtig und gut befunden hat; schon aus reinem Sicherheitsaspekt für unser Land. Aus Sicht der SPD wäre das ja "unmenschlich". Grüne und Linke sehen das natürlich auch so! Da lässt man lieber erst mal alle mitten in das Land und kontrolliert dann im Nachhinein, wer da so gekommen ist. Das ist (. . .) massenhafter staatlicher Rechtsbruch, denn man setzt seine eigenen Bürger einem hohen Sicherheitsrisiko aus. Vom "einfachen" Bürger verlangt man auf allen Gebieten Gesetzestreue. Der Staat darf das aber je nach Belieben aushebeln. Das kann ja wohl nicht sein! Die SPD war früher mal eine recht gute Volkspartei; ich denke da an die Helmut Schmidt-Ära. Da gab es noch einen rechten Flügel in dieser Partei. Übrigens, der Alt-Kanzler Schmidt sagte bereits in den achtziger Jahren, dass das Boot voll ist. Mehr geht nur zulasten der Sozialsysteme. Wie recht er doch behalten hat (. . .).

Altersversorgung - ein aufgewärmtes Thema

Volker Kobelt aus Spremberg schreibt zu "Schwarz-Rot entdeckt die Altersversorgung neu" (LR vom 13. April):

Hier wird ein Thema "aufgewärmt", dass eigentlich eines der Wichtigsten sein sollte. Die SPD möchte die Reform der Rentenversicherung, bzw. Altersversorgung für den kommenden Bundestagswahlkampf 2017 als ihr eigenes Thema bewahren, um von vornherein die Weichenstellung auf Kontinuität zu stellen. Im Artikel ist plötzlich nicht mehr vom demografischen Faktor die Rede, die meisten Rentner haben noch zusätzliche Einkommen etc. Nicht das Rentensystem ist reformbedürftig, sondern man kann es verändern, mit kleinen Korrekturen im existierenden System. In meinem Buch "Was mach ich nur mit all dem Geld" fordere ich eine radikale Umkehr, dass nicht mehr das Umlagesystem mit homöopathischen Dosierungen erneuert wird, sondern dass systemkonform (soziale Marktwirtschaft) die gesetzlichen Einzahlungen der Bürger verzinst werden müssen. Nur so kann langfristig ein "vernünftiges" Rentenniveau gesichert werden. Wenn weiterhin immer nur mit Minikorrekturen gearbeitet wird, dann werden die Steuerkassen schnell überfordert werden, und jede Verzögerung des radikalen Wandels der Altersversorgung verteuert nur den Wandel. (. . .)