„Wenn weitere Kürzungen ab 2005 tatsächlich umgesetzt werden, müssen wir Fakultäten schließen“, erklärte Bigl. Dies bedeute für den Hochschulstandort Sachsen einen empfindlichen Rückschlag. Neben dem Abbau von 715 Stellen bis 2008 sieht der Etat-Entwurf die Streichung weiterer 300 Stellen bis 2010 vor.
„In der gegenwärtigen Situation können wir uns die Hochschulen im bisherigen Stil nicht mehr leisten“, sagte Bigl. Als Rektor der Universität Leipzig kennt er das Dilemma von steigenden Studentenzahlen und sinkenden Etats. Mit 27 000 Studenten waren dieses Wintersemester an der Alma mater Leipzig so viele eingeschrieben wie nie zuvor.
In Leipzig fallen 2003 und 2004 insgesamt 68 Stellen weg. „Alle Fächer können auf eine lange Tradition verweisen“, sagte Bigl. Um so schmerzlicher sei beispielsweise das beschlossene Aus für die Niederlandistik, die älteste Fakultät Deutschlands. (dpa/ta)