Demnach ist fast die Hälfte der befragten Leipziger überzeugt, dass die Kriminalitätsrate in der Stadt in den vergangenen fünf Jahren angestiegen ist. Sogar mehr als 50 Prozent empfinden Beeinträchtigungen in der eigenen Sicherheit.
Tatsächlich aber sei die Kriminalität im Fünf-Jahres-Vergleich - abgesehen von einem leichten Anstieg 2007 - zurückgegangen, erklärte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). „Leipzig ist nach wie vor eine sichere Stadt, die den Vergleich mit anderen deutschen Großstädten nicht scheuen braucht“ , betonte er.
Für die Umfrage wurden Ende des vorigen Jahres 2200 erwachsene Leipziger angeschrieben, etwas mehr als die Hälfte schickte den siebenseitigen Fragebogen ausgefüllt zurück. Es ist die dritte Sicherheitsumfrage in Leipzig.
Rosenthal führt die Diskrepanz zwischen der gefühlten und der tatsächlichen Bedrohung durch Kriminalität vor allem auf die Medien-Berichterstattung über Verbrechen zurück. Über verschiedenste Straftaten werde bundesweit ausführlich berichtet. Das mehre „ein Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung“ .
Die Stadt wolle nun versuchen, das Sicherheitsempfinden der Bürger zu verbessern. „Das kann nur geschehen, wenn wir uns intensiv mit den Umfrageergebnissen auseinandersetzen und auf dieser Grundlage unsere Sicherheitskonzepte überarbeiten“ , erklärte Rosenthal. Außerdem soll das bürgerliche Engagement gestärkt werden.
(dpa/das)