Die Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat will in Leipzig eine Moschee mit zwei Minaretten errichten. Sollte die Stadt die Baugenehmigung erteilen, könnte mit dem Bau 2014 begonnen werden. "Es wird eine verhältnismäßig kleine Moschee. Wir bauen keine Protzbauten", sagt der Bundesvorsitzende der Glaubensgemeinschaft, Abdullah Uwe Wagishauser. Ahmadiyya Muslim Jamaat ist laut Wagishauser die älteste muslimische Gemeinde in Deutschland, habe 35 000 Mitglieder und bundesweit 35 Moscheen "mit Kuppel und Minarett" und verstehe sich als Reformgemeinde im Islam.

Die Leipziger Ahmadiyya-Moschee wäre die zweite in Ostdeutschland nach einer 2008 eröffneten in Berlin-Pankow. Gegen den Bau dort hatte es erhebliche Proteste und Demonstrationen gegeben. "Mittlerweile ist die Situation dort wirklich befriedet", sagte Wagishauser. Die Leipziger Stadtverwaltung setzt auf eine frühzeitige Information und Beteiligung von Bürgern. "Ich glaube, Ängste kann man nur abbauen, wenn man ins Gespräch kommt", sagte Dubrau.

Das Baudezernat hat bisher eine Bauvoranfrage auf dem Tisch. Wird die positiv beschieden - und danach sieht es laut Dubrau aus - könne die Gemeinde eine Baugenehmigung beantragen. Der Moschee-Bau wird laut Wagishauser rund eine halbe Million Euro kosten, finanziert von der Ahmadiyya-Gemeinde.