Darin sei festgelegt, dass die Bau- und Finanzierungsverträge für den Tunnel geändert werden können und sich dies "auf die Rechte und Pflichten" der beiden Vertragspartner auswirke. Damit müsse jede Seite, auch Leipzig, mit einer "Anpassung" ihrer Kosten rechnen.
Laut Zeitung hat die Stadt inzwischen Juristen beauftragt, den Vertrag zu bewerten und Handlungsempfehlungen zu geben. Ein Ergebnis liege aber noch nicht vor. Bau-Bürgermeister Martin zur Nedden (SPD) sagte der Zeitung, er gehe davon aus, dass die Stadt nichts zu den Mehrkosten von rund 73 Millionen Euro zuschießen müsse. Für diese Kosten könnten Bund, Land und Deutsche Bahn aufkommen.
Der knapp vier Kilometer lange City Tunnel soll den Bayerischen Bahnhof mit dem Hauptbahnhof verbinden und so Leipzig im Nahverkehr besser an Südsachsen anbinden. Das Projekt war mit rund 571 Millionen Euro Kosten geplant, die sich Stadt, Freistaat, Bund und EU teilen. Grund für die Verzögerungen und Verteuerungen ist nach Angaben der Projektsteuerungsfirma die Beschaffenheit des Baugrunds in Leipzigs Mitte. (ddp/ta)