Das Geld ist für die Israelitische Gemeinde wichtig, damit sie ihren Eigenanteil von rund 350 000 Euro aufbringen kann. Insgesamt kostet der Umbau des früheren Ariowitsch-Altenheims rund 3,5 Millionen Euro. Sachsen unterstützt das Projekt mit knapp 1,8 Millio nen Euro, die Stadt Leipzig mit rund 1,25 Millionen Euro. Das Zentrum soll bis Mai 2007 fertiggestellt sein.
"Die Unterstützung des Zentrums war uns wichtig, weil das Projekt das Miteinander von Kulturen und Religionen sichtbar macht", sagte BMW-Sprecher Michael Janßen. Dies sei ein wichtiges Anliegen für eine große und lebendige Stadt wie Leipzig, für die gesamte Region und für Unternehmen wie BMW. "Wir brauchen Zeichen wie diese", erklärte Pfarrer Christian Wolff, Vorsitzender des Kuratoriums des Fördervereins.
Rund 150 000 Euro fehlen dem im Dezember 2000 gegründeten Verein noch. Zu den großen Spendern bislang gehörten Unternehmen wie die Sparkasse. Ein privater Förderer sei Peter Held, Sohn der gleichnamigen Kaufmannsfamilie, die vom Nazi-Regime aus Leipzig vertrieben worden war.
Die jüdische Gemeinde in Leipzig war vor der Nazi-Herrschaft mit rund 12 000 Mitgliedern die sechstgrößte in Deutschland. Bei Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gab es noch rund 200, in Leipzig selbst hatten 24 Menschen den Holocaust überlebt. (dpa/ta)