In ganz Sachsen betrug die Armutsquote in dieser Altersgruppe der Studie zufolge 23,6 Prozent, bundesweit lag sie bei 18,2, in Ostdeutschland 25,5 Prozent.

In absoluten Zahlen gesehen lebten im vergangenen Jahr in Sachsen 24 500 Kinder unter drei Jahren in Hartz-IV-Familien und galten damit als arm. Da sich die Zahl der betroffenen Kleinkinder um 2900 verringerte, sank die Armutsquote in dieser Altersgruppe im Vergleich zum Vorjahr von 26,4 auf 23,6 Prozent.

Im Dreijahresvergleich habe sich in Sachsen viel getan, hieß es. Seit 2008 ist die Kinderarmutsquote den Angaben zufolge von 31,6 Prozent um mehr als ein Viertel geschrumpft. Eine noch dynamischere Positiv-Entwicklung habe in diesem Zeitraum nur Thüringen verzeichnet.

Während die Armutsquote in den 35 Städten mit mindestens 200 000 Einwohnern, deren Zahlen die Bertelsmann-Stiftung gesondert ausgewertet hat, nahezu überall erheblich oberhalb des jeweiligen Landesdurchschnitts liegt, bildet Dresden eine Ausnahme. Als eine von bundesweit drei Großstädten hat Dresden mit 20,9 Prozent eine geringere Kinderarmutsquote als das eigene Bundesland.

Die Stadt mit der bundesweit höchsten Armutsquote bei Kleinkindern ist Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Dort wachsen 40,5 Prozent der unter Dreijährigen in Familien auf, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind.