"Nach den Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs durch das Hochwasser im August 2002 freuen wir uns über erste Anzeichen der Erholung in den betroffenen Regionen", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (Frankfurt/Main), Ursula Schörcher, gestern in Dessau.
Die Einschätzung beruhe auf nichtrepräsentativen Befragungen von einzelnen Tourismuseinrichtungen, genaue Zahlen lägen noch nicht vor. Die Einrichtung kündigte an, Marketingaktionen für touristische Ziele speziell in den drei Bundesländern in diesem Jahr mit zusätzlichen 1,2 Millionen Euro zu fördern.
Die Entwicklungen der Übernachtungen am Jahresanfang war in den drei Ländern den Angaben zufolge unterschiedlich. Im am stärksten von der Flut betroffenen Sachsen wurden im Januar und Februar 1,55 Millionen Übernachtungen und damit 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum verzeichnet. Im gleichen Zeitraum sanken hingegen in Brandenburg die Zahlen auf 708 000 Übernachtungen, dies sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 4,9 Prozent. Sachsen-Anhalt registrierte 560 000 Übernachtungen, 1,9 Prozent weniger als Anfang 2002, sagte Schörcher.
Sie ging davon aus, dass sich die Lage im Sommer aber noch deutlich verbessern werde. Der Trend der Deutschen, im eigenen Land Urlaub zu machen, halte an. (dpa/bra)