Er reagierte damit auf eine Ankündigung des Kultusministeriums, das den Lehrern Arbeitsmaterial zur Sprachentwicklung bei Schülern mit ausländischen Wurzeln geben will. Den Lehrern könnten nicht immer neue Aufgaben aufgebürdet werden.

Im Vergleich zu anderen, vor allem westlichen Bundesländern hielten sich die Probleme mit nicht deutschsprachigen Schülern im Freistaat aber in Grenzen. Kritik an dem Förderungsprogramm von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) kam von der SPD-Bildungsexpertin Eva-Maria Stange. Die Förderung müsse konkret im Unterricht passieren und nicht durch einen 32-seitigen Ordner, der im Schrank stehe, sagte sie im MDR Info-Radio. Vor allem in Dresden und Leipzig gebe es viele Migrantenkinder und auch viel zu große Klassen. "Und das heißt, den Lehrern fehlt einfach die Zeit, um den Kindern individuell die Sprachförderung auch angedeihen zu lassen."