Dort hatten Pläne, die Gedenkstättenlehrer zur Behebung des Lehrermangels an den Brandenburger Schulen in den Schuldienst zurückzuholen, fraktionsübergreifend für Verärgerung gesorgt. "Die Stunden in den Gedenkstätten fehlen natürlich an den Schulen", machte Baaske deutlich. "Deshalb benötigen wir Finanzmittel, um diese Stunden an den Schulen mit anderen Lehrkräften besetzen zu können."

Die Opposition feiert die Zusage Baaskes bereits als Sieg: "Das Problem des Unterrichtsausfalls ist ernst zu nehmen, doch es muss durch die Einstellung zusätzlicher Lehrkräfte gelöst werden", sagt die Bildungspolitikerin der Grünen, Marie-Luise von Halem. "Es passt nicht zusammen, auf der einen Seite Gedenktage einzuführen und auf der anderen die Gedenkstätten zu schröpfen", sagt der CDU-Bildungspolitiker Gordon Hoffmann.

Die Landtagsgruppe von BVB/Freie Wähler kündigte am Sonntag indes an, mit einem Antrag durchsetzen zu wollen, dass Eltern zusammen mit den Zeugnissen ihrer Kinder auch eine Übersicht über die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden an den Schulen erhalten.