Dies müsse sich ändern. Breiding sagte, die Auswirkungen durch abwandernde Lehrer seien gering, da es in Brandenburg nach wie vor einen Lehrerüberhang gebe. Dies werde sich voraussichtlich erst 2014/15 ändern. Dann wird mit einem Lehrermangel gerechnet. Grundsätzlich würde Brandenburg einheitliche Regeln und Eckdaten für die Lehrerbesoldung begrüßen, sagte Breiding. Das hatte Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) gefordert. Ziel müsse sein, Nachteile finanzschwacher Bundesländer im Konkurrenzkampf mit reicheren Ländern zu verhindern. Rund zwei Drittel der Lehrer in Brandenburg sind verbeamtet, sagte Breiding. Das sei die höchste Quote der neuen Länder. Beamte brauchen für einen Wechsel in ein anderes Bundesland eine Freigabe. "In Mangelfächern erteilen wir diese in der Regel nicht." Mangelfächer sind regional unterschiedlich, meist Naturwissenschaften, Mathematik, gelegentlich auch Musik und Kunst sowie auch mal Latein. Auch Berufsschullehrer seien gesucht. Junge Lehrer würden in der Regel zunächst angestellt. Eine Standardverbeamtung gebe es nicht, betonte der Sprecher. Wenn der Lehrermangel einsetze, sei eine schnelle Verbeamtung sicherlich ein Mittel, über das man nachdenken müsse. Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) startet im Februar eine kleine Werbekampagne in Schulen für den Lehrerberuf. Abiturienten sollen animiert werden, diese Studienrichtung einzuschlagen. Der GEW-Vorsitzende, Günther Fuchs, forderte bessere Einstellungsbedingungen für Junglehrer. "Der Großteil unserer Referendare geht in andere Bundesländer." Gründe seien eine höhere Eingruppierung, bessere Laufbahnregelungen und Vollzeitstellen in anderen Ländern, zählte Fuchs auf. Nicht selten sei auch die Verbeamtung Standard. Sicherlich wären einheitliche bundesweite Regelungen. wünschenswert. Die Chancen dafür seien aber gering. dpa/mb