Für Kollegen, die gegen ihren Willen in andere Schulämter wechseln mussten, soll eine Rückkehrmöglichkeit eingeräumt werden. Die Südbrandenburger Lehrerschaft will außerdem verhindern, dass es ab 2013 zu einer Erhöhung der zu leistenden Stundenzahlen kommt.

Nach RUNDSCHAU-Informationen ließ sich Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) in der nicht öffentlichen Personalversammlung des Cottbuser Schulamtsbezirkes nicht auf verbindliche Zusagen ein. Er versprach jedoch, dass über das Gesamtpaket der Forderungen verhandelt wird. Rupprecht kündigte auch an, dass er sich dafür einsetzen werde, dass es keine Versetzungen in andere Schulämter mehr gegen den Willen von Kollegen geben soll. Zu dem Rückkehrwunsch der bereits Zwangsversetzten äußerte er sich nicht. Auch der Frage einer möglichen Stundenzahlerhöhung ab 2013 wich er diplomatisch aus. Er selbst habe kein Interesse daran. Er könne jedoch nicht sagen, wie die Politik sich in drei bis vier Jahren dazu verhält.

Für den Personalratschef des Schulamtes, Frank Kramer, muss die Frage der Rückkehrmöglichkeit für Zwangsversetzte jedoch sehr schnell geklärt werden, weil Neueinstellungen junger Lehrer bevorstehen: ,,Das ist ein ungelöster Konflikt, da brauchen wir schnell eine Antwort." Ab dem Schuljahr 2010/11 dürfen schrittweise 20 junge Pädagogen im Schulamtsbezirk Cottbus eingestellt werden. Der Altersdurchschnitt der 3810 dort tätigen Pädagogen beträgt zurzeit fast 51 Jahre. Eig. Ber./sim