1350 Pädagogen, heißt es in einer Presseerklärung von Schulamt und Personalrat, haben sich bereit erklärt, ihren Stundenumfang um ein Sechstel herunterzufahren. So konnten trotz sinkender Schülerzahlen in Südbrandenburg und eines Personalüberhangs von 200 Stellen Versetzungen vermieden werden.
Dank eines Teilzeitmodells - von Personalrat und Schulamt ausgehandelt - blieb den Lehrern bereits vergangenes Jahr der Marschbefehl in Richtung Berliner Umland erspart.
Zum Schuljahr 2005/06 hatte das Schulamt in den Landkreisen Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und in der Stadt Cottbus noch 160 Lehrer versetzen müssen. 71 von ihnen wehrten sich dagegen vor Gericht. Für die 50 Klagen der verbeamteten Lehrer vor dem Verwaltungsgericht gebe es noch keine Verhandlungstermine, sagt Behördensprecher Matthias Vogt. Das Arbeitsgericht hingegen hat alle elf Klagen der angestellten Lehrer abgearbeitet, so Gerichtssprecherin Lore Seidel. Dabei sei die Versetzung von den Richtern in jedem Fall als zulässig beurteilt worden, teilweise allerdings erst in der nächst höheren Instanz vor dem Landesarbeitsgericht.
Für Personalrat Frank Kramer ist der Erfolg aber nur ein vorläufiger. Von 2008 bis 2014 sei der Überhang an Lehrerstellen im Süden Brandenburgs „dramatisch hoch“ . Dann werde das Teilzeitmodell allein nicht mehr reichen, Versetzungen zu verhindern.
Kramer sieht den Dienstherrn der Lehrer, das Land Brandenburg, gefordert, sich etwas einfallen zu lassen. Vorschläge seitens der Lehrer werde es Ende April geben - nach einer Personversammlung, zu der alle Lehrkräfte im Schulamt am 24. April nach Cottbus in die Lausitzarena eingeladen sind.