Sie sind für Kunden in den USA und in Neuseeland bestimmt. Nach einer vierwöchigen Ruhe geht das Gebäck im Container nach Übersee, um am Fest da zu sein.
Dr. Quendt Backwaren ist eine von 150 Bäckereien in Dresden, die den "Echter Dresdner Stollen" mit dem Siegel des Schutzverbandes herstellen. Im vergangenen Jahr haben die Firmen rund zwei Millionen Stollen gebacken. Anfang November wird das Stollenmädchen gewählt. Die öffentliche Stollenprüfung läutet die Weihnachtszeit ein.
Bei Dr. Quendt riecht es trotz sommerlichen Wetters bereits nach Weihnachten. In Rum eingelegte Rosinen, Zitronat, Mandeln, Mehl, Zucker, Butter und Hefe werden in riesigen Bottichen verknetet. "Dazu kommen geheime Gewürzzutaten", sagt Nieß. Die Teiglinge werden im Ofen eine Stunde gebacken. Gebuttert und gezuckert, müssen die Stollen ruhen, dann werden sie verpackt.
Von September an werden Stollen für den deutschen Markt gebacken. Dann auch Mandel- und Mohnstollen. Für Nieß ist das ganze Jahr Stollenzeit. "Es vergeht keine Woche ohne Verkostung. Neue Rezepturen werden ausprobiert." Gerade genoss er Stollen aus der vergangenen Saison. "Wie Marzipan." (ddp/ta) Infos im Internet: www.dresdner-stollen.com