Ach ja, ein Mann stirbt mit einer Champagnerflasche im Allerwertesten. Viel schlimmer kann es nicht mehr kommen.

Doch - kann es. Plötzlich taucht auch noch eine junge Aushilfsermittlerin auf, die zu allem Überfluss auch noch hübsch ist und mit Tablet-PCs umgehen kann. Und - im Gegensatz zu Lena Odenthal - Mutter ist. Mensch Lena, das hast Du nicht verdient. Und das auch noch zum Jubiläum - 25 Jahre Tatort, 60 Fälle. Da hätten wir Dir ein schönes Abendessen mit italienischer Pasta und Wein vom Kollegen Kopper wirklich gegönnt.

Gut, dass Kopper dann doch irgendwann wiederkommt. Prompt ist der Fall in Nullkommanix gelöst, die Kollegin räumt das Büro, und es gibt wieder Nudeln mit Soße. Alles beim Alten. So wie seit 25 Jahren. Ach so, der Fall . . Irgendwie nichts wirklich Besonderes, oder? Ein toter Fiesling, Frauen, die sich an diesem rächen wollen, noch ein Fiesling, der aber noch lebt, und eine deprimierte Frau eines Fieslings, die sich das Leben nehmen will. Großer Vorteil: Der Fall war mehr oder weniger verständlich. Also irgendwie war der Tatort damit dann doch wieder was Besonderes. Und lehrreich war er auch: Wenn man einem Mann schon eine Champagner-Flasche in den Po schiebt, dann sollte man wenigstens den teuren nehmen. Ein Polizist darf mitten auf der Schnellstraße anhalten und sich an das Geländer stellen, wenn er nur seinen Dienstausweis dabei hat. Frauen, die hübsch sind und sich mit moderner Technik auskennen, ist grundsätzlich nicht zu trauen. Und Koppers Pasta rettet Frauen aus Lebenskrisen. Gut, dass wir das jetzt wissen. Glückwunsch zum Jubiläum, Frau Kommissarin.