Orosz betonte, Sachsen liege bei Häufigkeit und Dichte der Kontrollen bundesweit auf Platz eins.
Insgesamt entnahmen die Prüfer im vergangenen Jahr 26 440 Proben in knapp 10 900 Betrieben, also in jedem fünften Betrieb. Etwa jede sechste Probe war mangelhaft. In absoluten Zahlen waren das 4305. Kontrolliert wurden neben Lebensmitteln unter anderem Verpackungen, Zusatzstoffe, Kosmetik und Kinderspielzeug. Die häufigsten Beanstandungen betrafen die Kennzeichnung und Aufmachung der Produkte sowie mikrobiologische Verunreinigungen durch einen zu hohen Gehalt an unerwünschten und gesundheitsschädlichen Keimen.
So wurden etwa an den beliebten Saftbars jeder dritte Obstsaft beanstandet. Häufig wurden in den Getränken Darmbakterien sowie Hefe- und Schimmelpilze gefunden. Am häufigsten wurden Eis und Desserts bemängelt (31,2 Prozent), ebenso Substanzen in Verpackungen (26,6) sowie die Kennzeichnung von Tabakwaren (24,3).
Auch Pestizide entdeckten die Kontrolleure. In knapp 30 von 1325 Obst- und Gemüseproben etwa stießen sie auf eine zu hohe Belastung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln. Vor allem Rucola aus Italien sowie Gemüsepaprika aus Griechenland und Spanien waren betroffen.
Insgesamt leiteten die Behörden in 341 Fällen Bußgeldverfahren ein. 38 Betriebe mussten schließen, 1152 erhielten Geldstrafen. Die Mehrzahl von 12 280 kam mit Auflagen davon. Insgesamt gibt es in Sachsen 28 kommunale Behörden für die Lebensmittelkontrolle. Der Jahresbericht wurde von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen erstellt. (ddp/mb)