Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Mann vorgeworfen, in den Jahren 2011 und 2012 zwei Millionärsfamilien südöstlich von Berlin überfallen und einen Bankmanager entführt zu haben. Der vorbestrafte Angeklagte hatte zu Verhandlungsbeginn die Taten bestritten. Bei allen Überfällen trug der Täter eine Art Imkermaske - daher kommt die Bezeichnung „Maskenmann“.

Der Indizienprozess wurde auch deshalb zu einem der spektakulärsten in Brandenburg, weil die Ermittlungsarbeit in dem Kriminalfall in den Fokus geriet. Polizeibeamte hatten als Zeugen angegeben, dass sie nicht in alle Richtungen - etwa einer fingierten Entführung - hätten ermitteln dürfen.