Dieses "Musterbeispiel eines Ehedramas", wie Richter Hans Jagenlauf die Tat nannte, sei nicht zu entschuldigen. Dennoch stellte das Gericht nicht die von der Staatsanwaltschaft geforderte besondere Schwere der Tat fest.
In der Urteilsbegründung hieß es, dass Jörg B. nicht aus Grausamkeit, sondern aus Eifersucht und Verzweiflung gehandelt habe. Zugunsten des Angeklagten wurde außerdem sein Geständnis gewertet.
Der damals 27-jährige Jörg B. hatte im Oktober vergangenen Jahres 52 Mal mit einem Messer auf seine 26 Jahre alte Frau eingestochen und anschließend seine vierjährige Tochter unter dem Vorwand, ihr die Haare waschen zu wollen, ertränkt. (ddp/wie)