(58) am Donnerstag im Landgericht Dresden aktives Zutun bei der Tötung des 59 Jahre alten Geschäftsmannes aus Hannover. G. soll im November 2013 den 59-Jährigen in seiner Pension im Gimmlitztal erhängt, dessen Leiche zerstückelt und in Einzelteilen vergraben haben. Die Männer hatten sich zuvor in einem Kannibalen-Chat kennengelernt.

In einem ersten Prozess war G. 2015 zu achteinhalb Jahren wegen Mordes verurteilt worden. Wegen des unbedingten Todeswunsches des Opfers nahm das Gericht aber von der bei Mord üblichen lebenslangen Haftstrafe Abstand. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf, weil aus seiner Sicht bei einer Verurteilung wegen Mordes die Höchststrafe fällig ist. Der Fall wurde zurück ans Landgericht Dresden verwiesen.

In den Plädoyers machten Staatsanwaltwaltschaft und Verteidigung ihre konträre Sicht auf den Fall deutlich. Oberstaatsanwalt Andreas Feron beantragte wegen Mordes und Störung der Totenruhe eine lebenslange Haft.

Verteidiger Endrik Wilhelm forderte einen Freispruch. Um G. zu verurteilen, müsse man völlig sicher sein, dass sich das Opfer nicht selbst tötete, so Wilhelm.