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LEAG setzt auf Lausitzer Energie

EPH-Vorstand Jan Springl (l.) und LEAG-Vorstand Helmar Rendez enthüllen das neue Logo des Unternehmens.
EPH-Vorstand Jan Springl (l.) und LEAG-Vorstand Helmar Rendez enthüllen das neue Logo des Unternehmens. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Abnabelung der Lausitzer Tagebaue und Kraftwerke vom früheren Eigentümer Vattenfall ist nun auch sichtbar. Als Lausitz Energie AG (LEAG) werden die Anlagen unter den neuen tschechischen Eigentümern betrieben. Simone Wendler

Unter der neuen Dachmarke wird die bisherige Struktur eines Kraftwerks- und eines Bergbaubereiches fortgeführt. Beide Firmen werden am Mittwoch in Cottbus in das Handelsregister eingetragen, kündigte Helmar Rendez an. Er ist neuer Vorsitzender des gemeinsamen Vorstandes. Sein Vorgänger, Hartmuth Zeiß, wurde Aufsichtsratsvorsitzender.

Rendez stellte am Dienstag am Firmensitz in Cottbus auch das neue Firmen-Logo vor. Es soll eine stilisierte Baggerschaufel und ein Turbinenrad darstellen und damit die enge Verbindung von Kohleförderung und Verstromung symbolisieren.

Mit dem Kauf der Lausitzer Braunkohlewirtschaft und der Übernahme von 8000 Vattenfall-Mitarbeitern wurde die tschechische EPH-Gruppe zu einem der wichtigsten Energieunternehmen in Deutschland. Bisher gehörte ihr bereits die Mibrag in Sachsen-Anhalt.

Ob EPH an den früheren Vattenfall-Plänen zum Aufschluss der Erweiterungsfelder Nochten und Welzow-Süd festhält, blieb am Dienstag noch unklar. "Innerhalb der nächsten Monate" werde es dazu eine Entscheidung geben, so der neue Vorstandschef Rendez. Zu lange ließe sich das nicht mehr hinauszögern.

Rendez lobte ausdrücklich, dass die gesamte Belegschaft und das Management in der Lausitz in den vergangenen Wochen durch die neuen Eigentümer "ein hohes Maß an Wertschätzung" erfahren hätten. Der schwedische Staatskonzern Vattenfall hatte die Lausitzer Braunkohle aus klimapolitischen Gründen verkauft.

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