In der derzeitigen heißen Wahlkampfphase hat die RUNDSCHAU eine Umfrage mit sechs Fragen durchgeführt und 2419 Lausitzer Meinungen zur Bundestagswahl eingeholt. Es zeigt sich, dass der Entscheidungsprozess bei den Wahlberechtigten deutlich in den vergangenen Wochen vorangegangen ist.

Auf die Frage "Wissen Sie schon, welchen Parteien Sie Ihre Stimme geben" haben 86 Prozent (siehe Grafik) mit einem klaren Ja geantwortet. Diese Zahl bestätigt auch den deutschlandweiten Trend. Nach den jüngsten Umfrageergebnissen des Instituts Infratest Dimap sind sich kurz vor der Wahl etwa zwei Drittel ihrer Parteientscheidung bereits recht sicher. Etwa jeder siebente Lausitzer weiß laut RUNDSCHAU-Umfrage hingegen noch nicht, wo er seine Kreuze setzen will beziehungsweise ob er sich an der Wahl beteiligen möchte. Ob es eine Große Koalition geben wird, beantwortete knapp die Hälfte der Befragten mit Nein.

Auch zur Mautgebühr hatten die Umfrageteilnehmer eine relativ klare Meinung: Knapp 60 Prozent sprachen sich gegen eine Pkw-Maut aus. Die CSU trommelt in der heißen Wahlkampfphase weiterhin mit aller Macht für ihre langjährige Forderung. Sie hat das Thema Pkw-Maut zu einem Aufreger im Wahlkampf gemacht - und gleich mit zu einer Frage von Glaubwürdigkeit und Durchsetzungsvermögen. Ein Umfrageteilnehmer schreibt zur Finanzierung der Reparatur des Straßennetzes: "Ausländische Straßennetznutzer sollen und müssen auch bezahlen." Kanzlerin Angela Merkel (CDU) legte sich im TV-Duell mit SPD-Herausforderer Peer Steinbrück bereits fest: "Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben." Beim Ausspruch der Kanzlerin "Wenn der Euro scheitert, scheitert Europa" sind die Meinungen der Lausitzer zweigeteilt. Knapp die Hälfte der Teilnehmer stimmt dieser Ansicht zu, die anderen haben entweder keine Meinung (zehn Prozent) oder glauben nicht an ein Scheitern (41 Prozent).

Eine deutliche Tendenz zeigt sich in der RUNDSCHAU-Umfrage hingegen beim umstrittenen Betreuungsgeld. Top oder Flop? 74 Prozent sprechen sich dagegen aus. Das Betreuungsgeld war am 1. August 2013 parallel zum Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für unter Dreijährige eingeführt worden. Eltern, die für die Betreuung ihres Kindes kein öffentlich gefördertes Angebot in Anspruch nehmen, erhalten 100 Euro pro Monat.

Beim Wahlalter sind sich die Teilnehmer aus der Lausitz ebenfalls einig. Knapp 80 Prozent plädieren dafür, dass Jugendliche weiterhin erst ab 18 Jahren oder mit 21 Jahren (14 Prozent) zur Wahlurne gehen sollten. Die Ergebnisse der U18-Wahl werden die Befragten dahingehend wohl nur noch bestärken. Nur jeder Zehnte findet es richtig, das Wahlalter auf 16 Jahre herabzusetzen.

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