. Einen Tag nach der Absage des Stromkonzerns Vattenfalls zum Bau eines CCS-Demo-Kraftwerkes in Jänschwalde (Spree-Neiße) hat sich in Cottbus ein neu gegründeter Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Ihm gehören als Privatpersonen Kommunalpolitiker aus CDU, SPD und Linke, sowie der Cottbuser Handwerkskammerpräsident, Peter Dreißig und der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Wolfgang Krüger, an.

Ziel des Vereins, so der Vorsitzende Wolfgang Rupieper, sei es, „der schweigenden Mehrheit“ in der Diskussion über die Zukunft der Lausitz als Energieregion eine Stimme zu geben. Deshalb will der Verein im kommenden Jahr mit Veranstaltungen und Aktionen eine öffentliche Debatte über die Rolle der Braunkohleverstromung in der Energiewende anstoßen.

Dem Verein gehören Sprembergs Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU), der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD), der Cottbuser Beigeordnete Lothar Nicht (Linke) sowie Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU) als Privatpersonen an.

Sie verwiesen darauf, dass die Braunkohle noch immer das wichtigste wirtschaftliche Standbein der Region sei, die bereits längst einen drastischen Strukturwandel durchlaufe. „Ich will, dass die Lausitz weiterhin eine Industrieregion bleibt“, begründete Lothar Nicht sein Engagement für die weitere Kohleverstromung.

Klaus-Peter Schulze forderte eine offene Debatte über die Energiewende, die auch die Probleme beim Netzausbau und bei der Erzeugung erneuerbarer Energie einschließe. Meinung Seite 2 & Lausitz/brandenburg Seite 3