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| 02:34 Uhr

Lausitzer unter Hetz-Verdacht

Cottbus. Es kursieren viele Gruselgeschichten von Straftaten der Flüchtlinge in Deutschland. Drei Beispiele aus der Lausitz stellen sich als Gerüchte heraus. Frank Claus und René Wappler

Die Polizei widerspricht Gerüchten über Straftaten, die Ausländer angeblich in der Lausitz begangen haben. Die Fälle:

Elsterwerda: Eine Frau behauptet im Internet, dass ihr Bruder vergangenen Dienstag niedergeschlagen worden sei und dass drei Asylbewerber aus dem Senegal an dem Überfall beteiligt gewesen seien. Polizei und Notärztin seien dem Bruder zu Hilfe gekommen. Die Leitstelle erklärt, dass dort keine Notärztin im Einsatz gewesen sei. Thomas Ballerstaedt, Leiter der Polizeiinspektion Elbe-Elster, sagt: "Es gab dort keinen Polizeieinsatz." Gegen die Erfinderin des Gerüchts werde wegen Volksverhetzung ermittelt.

Herzberg: Angeblich soll dort in der vergangenen Woche eine Frau von ausländisch aussehenden Männern belästigt worden sein. Polizeisprecher Ballerstaedt sagt: "Der Mann, der dies kundtat, wollte den Namen der Geschädigten nicht nennen." Er ist laut Polizei der rechtsex tremen Szene zuzuordnen.

Spremberg: Das Rathaus hat die Polizei eingeschaltet, nachdem Facebook-Nutzer behaupteten, dass Asylbewerber die Schwimmhalle mit Fäkalien verunreinigt hätten. Wer das gemacht hat, steht laut Stadtverwaltung nicht fest. Es geht das Gerücht um, dass die Stadt eine "Informationssperre" verhängt habe. Bürgermeisterin Christine Herntier: Stimmt nicht. Die Polizei prüft, ob es sich bei einigen Äußerungen um Volksverhetzung handelt.

Lesen Sie auch den Artikel über einen Linken-Politiker aus Döbern und seine Facebook-Hetze:

Lausitz Seite 2