Beim China-Besuch des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) ist am gestrigen Montag die engere Zusammenarbeit zwischen der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und der East China University of Science and Technology (Ecust) in Schanghai vereinbart worden. Der Vertrag regelt unter anderem gemeinsame Forschung, aber auch den Austausch von Wissenschaftlern und Studenten. Die Ecust-Universität umfasst drei Campus im Südwesten Schanghais. Der Hauptcampus befindet sich in der Nähe des internationalen Flughafens von Schanghai-Pudong. Gegründet wurde die Universität in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Allerdings reichen die Wurzeln ihrer Vorgänger noch einige Jahrzehnte weiter zurück. Das Profil des Hauses entspricht in großen Teilen dem der Lausitzer BTU, was eine enge Zusammenarbeit beider nahelegt.

Zudem ging ein mit Brandenburger Partnern entwickeltes chinesisches Online-Bildungsprojekt in der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole in Betrieb. Die Plattform openUNE.cn entstand in Zusammenarbeit des Hasso-Plattner-Instituts und des Unternehmens Shanghai Guofu Guangqi für eine UN-Organisation. Sie bietet Chinesen unter anderem Kurse zum Thema Industrie 4.0. Bei openUNE.cn können gleichzeitig Zehntausende Menschen kostenfrei und ohne formelle Hürden an den Kursen teilnehmen. Das Potsdamer Institut bringt sein Softwaresystem und die Erfahrungen mit derartigen Kursen ein. Die chinesische Firma regelt den technischen Betrieb. Bildung sei heute der zentrale Entwicklungs- und Wohlstandsfaktor, betonte Woidke in Schanghai. Forschungseinrichtungen aus Brandenburg hätten in dem Land einen guten Ruf.

Woidke ist seit Samstag in China. Er wird begleitet von Unternehmern und Vertretern von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. Am heutigen Dienstag ist Woidke in Peking und in der die Hauptstadt umgebenden Provinz Hebei.