Olf
Hirschmann
Susanne
Hilpert
Ines
Hoffmann

Ines Hoffmann (40, Lehrerin): Ich trauere der Mark nicht nach, aber ich rechne immer noch um. Für die Wirtschaft hat der Euro sicher Vorteile. Und dass man bei einem Urlaub in einem anderen Euro-Land kein Geld mehr zu wechseln braucht, ist super.
Brigitte Schulze (61, Rentnerin): Ich habe mich immer noch nicht so richtig an den Euro gewöhnt. Um ein Gefühl zu haben, ob die Dinge teuer sind oder nicht, muss ich umrechnen. Ich hätte aber gar nichts dagegen, wenn die D-Mark wieder eingeführt würde.
Andreas Günther (Präsident des Boxclubs Cottbus): Für mich war der Euro in diesem Jahr ganz klar ein „Teuro“ , vor allem wenn ich in Cottbuser Gaststätten gehe. Ich rechne beim Blick auf die Karte zum Vergleich sofort immer in Mark um - schneller als mir lieb ist.
Stefan Krause (16, Schüler): Ich glaube, dass es für jüngere Leute wesentlich einfacher ist, sich an den Euro zu gewöhnen. Trotzdem rechne ich im Kopf noch um. Der Mark trauere ich aber nicht nach, es ist doch schön, dass wir jetzt Münzen aus ganz Europa im Geldbeutel haben.
Olf Hirschmann (36, Schlosser): Mit dem Euro bin ich schon zufrieden, nicht aber mit den Preisen. Vieles ist teurer geworden, auch wenn das nicht offen gesagt wird. Ich muss immer noch umrechnen. Positive Aspekte? Da fallen mir keine ein.
Axel Viertler (Geschäftsführer des Radsportklubs Cottbus): Na klar, die Bezugsgröße ist für mich immer noch die D-Mark. Mir ist aber aufgefallen, dass man sich woanders im Euro-Land genauso schwer tut. Beim Ski-Urlaub in Österreich habe ich erlebt, dass dort der Schillingpreis zuerst in D-Mark und dann in Euro umgerechnet wurde.
Matthias Genz (34, Signaltechniker): Die Umgewöhnung war nicht leicht, anfangs hatte ich am Ende des Monats fast nichts mehr auf dem Konto. Mittlerweile habe ich mich an den Euro gewöhnt. Ich gucke heute viel mehr nach Sonderangeboten als früher. Ein Gutes hat der Euro aber: Ich habe längst nicht mehr so viel Kleingeld im Portmonee.
René Schmolka (25, Verkäufer): Bis sich alle an den Euro gewöhnt haben, werden noch einige Jahre vergehen. Ein Jahr ist für eine neue Währung keine lange Zeit. Ich merke im Geschäft, dass viele noch umrechnen. Aber im Großen und Ganzen denke ich nicht, dass sie die D-Mark wiederhaben wollen.
Susanne Hilpert (27, OP-Schwester): Umrechnen muss ich immer noch. Davon, dass ich im Urlaub kein Geld wechseln muss, habe ich noch nichts gehabt, weil ich seit Einführung des Euro noch nicht im Urlaub war.
(eig. Ber./fla/hüc/tus/ta)