Mit aufgespannten Regenschirmen forderten etwa 500 Studenten an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus einen symbolischen Rettungsschirm für die Bildung. Danach demonstrierten sie zum Stadthallenvorplatz, wo sie mit einer Kurz-Vorlesung auf die geplanten Mittelkürzungen im brandenburgischen Hochschulbereich und an der BTU aufmerksam machten.

Auch in Potsdam und Frankfurt (Oder) verlangten Demons tranten unter anderem kostenlosen Zugang zu allen Bildungseinrichtungen, mehr Geld für Schulen sowie eine grundlegende Reform der Lehrerausbildung im Land. Mit Sprechchören und Musik machten sie lautstark auf die ihrer Ansicht nach entstandene Schieflage im brandenburgischen Bildungssystem aufmerksam. Brandenburg sei bundesweit Schlusslicht bei den Bildungsausgaben, obwohl es schon heute zu wenig Studienplätze gebe.

Auch in Dresden protestierten Studenten gegen Kürzungen an den Hochschulen. In Berlin demonstrierten rund 2100 Menschen. Auch in München, Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Hannover gab es Kundgebungen. Unter den Teilnehmern waren neben Schülern und Studenten auch Azubis und Gewerkschaftsvertreter. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Schüler- und Studentenvertretern hatte zum Bildungsstreik aufgerufen. Unterstützung kam vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und den Oppositionsparteien.

Lausitz Seite 3