Großräschen. Brandenburger und Sachsen haben am gestrigen Montag auf den IBA-Terrassen in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) den länderübergreifenden Tourismusverband Lausitzer Seenland aus der Taufe gehoben. Die spektakuläre Wasserwelt mit 23 Seen und einer Wasserfläche von mehr als 13 000 Hektar soll mit den Kernbotschaften "Aktivitäten am und auf dem Wasser" sowie der "Faszination der besonderen Landschaft im Wandel" nunmehr aus einer Hand zunächst am deutschen und europäischen Reisemarkt platziert werden. Das sagt Geschäftsführerin Kathrin Winkler.

Touristiker, Kommunalpolitiker und die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) und Sachsen (LSS), die ausschließlich die touristische Infrastruktur des Reisegebietes entwickeln, beschreiten mit der grenzübergreifenden Vermarktungsstruktur auch Neuland. "Länderübergreifende Tourismusverbände sind nicht einmalig, aber höchst selten", erklärt der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU). Länder- und Kreisgrenzen spielten für Touristen keine Rolle. Deshalb sei es ein Gebot der Vernunft, das im Entstehen befindliche Reisegebiet als Einheit zu vermarkten. Damit werde die Effektivität der Gäste- und Investorenansprache erhöht.

Den ersten länderübergreifenden Tourismusverband im Osten hatten Touristiker der Sächsischen und Böhmischen Schweiz gegründet. Dem Vogtland, das ein Dach für den thüringischen und sächsischen Teil anstrebt, sind die Lausitzer zuvorgekommen. Das sagt Frank Ortmann, Tourismus-Referatsleiter im Dresdener Wirtschaftsministerium.

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