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Lausitzer Seenland fürchtet Gästeschwund

Das Lausitzer Seenland erwartet die Gäste. Der Saisonstart ist am letzten April-Wochenende.
Das Lausitzer Seenland erwartet die Gäste. Der Saisonstart ist am letzten April-Wochenende. FOTO: str1
Klettwitz. Der Verkauf des Lausitzrings an die Dekra wird sich auf die Seenland-Region auswirken. Davon ist der Tourismusverband Lausitzer Seenland überzeugt. Anja Brautschek

"Touristisch betrachtet sehe ich den Verkauf kritisch", sagt Geschäftsführerin Kathrin Winkler auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Für die Region ist der Lausitzring ein wichtiges Standbein, wenn auch nicht das einzige. Sollten Großveranstaltungen wie die DTM oder das Red Bull Air Race dort künftig nicht mehr stattfinden, bedeutet das einen Einschnitt für die Region.

Jedes Jahr zieht der Lausitzring Hunderttausende Besucher und Motorsportfans ins Seenland. Davon profitieren nicht nur Übernachtungsanbieter und Gastronomen, sondern auch Unternehmen und Händler aus der gesamten Lausitz. "Derzeit ist die Situation eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Das wird sich auf die Übernachtungszahlen auswirken", prognostiziert Kathrin Winkler.

Wirtschaftlich betrachtet bringen die Pläne, den Lausitzring in ein innovatives Testzentrum umzugestalten, auch Potenziale. Die Industrie- und Handelskammer Cottbus erklärt: "Die Dekra ist ein seriöser Investor, der schon lange am Lausitzring erfolgreich aktiv ist. Das Vorhaben ist die große strategische Chance für die Lausitz, zu einem zentralen Standort für die Entwicklung des autonomes Fahrens und der Elektromobilität zu werden", erklärt Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger. So ein Testzentrum könne auch Firmen aus dem In- und Ausland in die Region ziehen. Dafür müsse ein attraktives Umfeld für in die Lausitz kommende junge Ingenieure und Fachkräfte geschaffen werden, so Krüger.