Brandenburg erreichte in den meisten Fächern den dritten Platz, im Bereich "Erkenntnisgewinnung Chemie" den zweiten und in "Fachwissen Chemie" und "Fachwissen Physik" den vierten Platz. Insgesamt wurden für die Studie 44 548 Neuntklässler aus 1326 zufällig ausgewählten Schulen aller Bundesländer getestet.

Vor allem die Brandenburger schnitten im Vergleich zum Pisa-Test 2006, als sie sich nur im unteren Drittel befanden, jetzt deutlich besser ab. "Unsere Neuntklässler erzielen in allen getesteten Bildungsstandards ein enorm hohes Kompetenzniveau", sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD) am Freitag in Potsdam. "Darauf können wir alle mit Recht stolz sein."

Ihre sächsische Kollegin, Kulturstaatsministerin Brunhilde Kurth (parteilos), verwies auf die sehr praxisnahe Ausbildung vieler ostdeutscher Lehrer: Gerade in Fächern wie den Naturwissenschaften sei der Praxisbezug wichtig, da Schüler erst in der Schule von ihnen erführen und neu begeistert werden müssten. Allerdings sei es bislang noch nicht gelungen, auch einen Ansturm der Lehramtskandidaten für ein Studium der Naturwissenschaften zu erzeugen.

Oppositionsvertreter in Brandenburg forderten, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. "Die Studie zeigt, dass mehr Wochenstunden unseren Schülern in zentralen Fächern gut tun", sagte CDU-Bildungspolitiker Gordon Hoffmann. Länder Seite 4